Bei Brigitte und Walter

SliderImageSliderImageSliderImageSliderImageSliderImageSliderImagezoomInSliderImageSliderImageSliderImageSliderImageSliderImageSliderImageSliderImageSliderImageSliderImageSliderImageSliderImage

wissenswerte Fakten zu Honig

Fakten zum Honig

Honig kennt der Mensch schon seit Jahrtausenden. Aber ist er auch gesund? Kann Honig schlecht werden? Ist er vegan? Welche Produkte schneiden im Test am besten ab? Und wie nachhaltig ist der Kauf wirklich?
 
Das Naturprodukt Honig hat ähnlich viele Kalorien wie Zucker, enthält aber mehr Nähstoffe. Zwar heißt es oft, das Bienenprodukt sei ein „besserer“ Zucker, weil er den Blutzuckerspiegel langsamer ansteigen ließe, oder leichter verdaulich sei. Echte wissenschaftlich Belege hierfür fehlen jedoch. Ist Honig trotzdem empfehlenswert?
 

Honig ist nicht gesund, aber auch nicht ungesund

Honig ist zwar ein natürlicher Süßmacher, aber nur bedingt als gesunder Zuckerersatz geeignet. Zwar enthält er tatsächlich einige Vitamin- und Mineralstoffe. Jedoch besteht er hauptsächlich aus dem Stoff, aus dem auch normaler Zucker besteht: Saccharose, mit all seinen Kalorien und deren Auswirkungen auf Blutzucker und Körpergewicht.
 
Im Vergleich zu Zucker enthält er mehr Nährstoffe: zum Beispiel Natrium, Kalium, Magnesium, Kalzium, Eisen, auch einige Vitamine. Das Bienenprodukt darf daher trotz der Kalorienmenge als „gesünder“ gelten, aber eben nur minimal gesünder. Für die Zähne allerdings ist auch Honig nicht gesund – und zu viel davon fördert genau wie Zucker die Gewichtszunahme.
 

Wie viele Kalorien hat Honig?

Bei Naturprodukten schwanken die messbaren Werte, aber typischerweise hat er etwa
  • 300 kcal pro 100 Gramm, das sind
  • ca. 30 kcal pro Teelöffel (10 Gramm) oder
  • ca. 60 kcal pro Esslöffel (20 Gramm).
Ein Löffel Honig hat also etwa so viel Kalorien wie ein Scheibe Knäckebrot.
 
Die Kalorien-Werte von Honig entsprechen damit in etwa denen von Konfitüre. Zum Vergleich: Zucker bringt es auf etwa 390 Kalorien pro 100 Gramm, allerdings enthält Zucker kein Wasser, ist also konzentrierter.
 

Nachhaltiger Honig stammt aus der Region

Prinzipiell ist bei konventionellen Produkten das Risiko, dass sie Pestizid-Rückstände enthalten, größer. Zudem erfüllen Bio-Imker weitaus strengere Auflagen, was die Haltungsbedingungen der Bienen angeht. Leider wird in Deutschland inzwischen etwa 80 Prozent allen Honigs importiert – auch Bio-Produkte. Wenn er importiert wurde, sollte er wenigstens fair gehandelt worden sein.
 
Honig aus Südamerika – egal ob Bio oder nicht – ist ökologischer Unsinn. Im Gegensatz zu anderen Lebensmitteln ist es hier im Zweifelsfall bedeutender, auf die Herkunft zu achten, als auf das Bio-Siegel.
 
Laut Deutschem Imkerbund (D.I.B) sind fast alle deutschen Imker Hobbyimker: weniger als ein Prozent betreibt die Imkerei erwerbsmäßig. Das bedeutet auch: Fast überall in Deutschland kann man regional erzeugten Honig bekommen, oft sogar direkt vom Imker. Einfach mal die Augen offenhalten – oft bekommt man ihn auf Wochenmärkten oder auch im lokalen Bioladen. Bei nearBees kann man ihn auch online bestellen.
 

Regionale Produkte kann man online bestellen

Etwa 99 Prozent aller deutschen Imker sind Hobbyimker. Sie produzieren zwar Honig – viele von ihnen haben neben ihrer hauptberuflichen Tätigkeit aber wenig Zeit, diesen auch zu vermarkten.
 
Abhilfe versucht die Plattform nearBees zu schaffen. Auf diesem Onlinemarktplatz können lokale Imker ein regionales Publikum finden.
 

Fast jeder kann zum Hobbyimker werden

Selber machen liegt im Trend: Hobbyimker holen sich nicht nur leckeren, selbstgemachten Honig ins Haus, sondern unterstützen zudem heimische Honigbienen. Das ist wichtig, denn unsere Ernährung wird zu einem großen Teil durch die Arbeit der Bienen gesichert: etwa ein Drittel unserer Nahrungspflanzen sind von ihrer Bestäubung abhängig. Allerdings sollte man sich schon gut informieren, bevor man sich ein Bienenvolk anschafft: Imkern braucht Zeit, Aufwand und Geld.
 
Utopia zeigt dir, was du fürs Imkern brauchst – in den Beiträgen Imkern für Anfänger – so wirst du zum Bienenretter und Bienen retten mit Urban Beeing & Stadtimkern?
 

Honig ist nicht vegan

Es gibt Veganer, die ihn essen, aber im Allgemeinen gilt er als nicht vegan, da er von Tieren, eben den Honigbienen, produziert wird. Mit gesund oder ungesund hat das erst Mal nichts zu tun, doch genau wie bei anderen Nutztieren beeinflusst der Mensch die natürliche Entwicklung und Lebensform der Bienen und genau wie bei anderen Nutztieren können daraus Probleme entstehen. Deshalb verzichten die meisten Veganer auf Honig und Bienenwachs.
 

Gibt es Risiken beim Verzehr?

Für Allergiker ist Honig nicht gesund. Sie können überempfindlich auf Pollen reagieren, von denen Rückstände im Honig enthalten sein können. Importierte Produkte können unter Umständen auch Pollen von gentechnisch veränderten Pflanzen enthalten. In einigen Sorten hat Öko-Test außerdem Fremdpartikel wie Mikroplastik gefunden.
 
Vor allem Honigsorten aus Süd- und Mittelamerika enthalten manchmal krebsfördernde oder anderweitig nicht gesunde Pflanzenstoffe in bedenklichen Konzentrationen. In manchen Sorten können sich Wirkstoffe aus Giftpflanzen verstecken, wie etwa in Pontischem Honig, Honigen der Rosmarinheide und Sorten aus Neuseeland. Solche Produkte sind nicht gesund, werden jedoch nur selten verkauft.
 
In Deutschland ist Honig an sich ein streng kontrolliertes Lebensmittel, was hohe Qualitätsansprüche erfüllen muss, deshalb geht man mit dem Verzehr von heimischen Produkten keine großen Gesundheitsrisiken ein. Ob Honig dann aber gesund ist, hängt vor allem von der Menge ab: Ab und zu bisschen schadet nicht, täglich viel hingegen schon. Es ist eben vor allem Zucker.
 

Honig gehört nicht in den Kühlschrank

Honig ändert im Kühlschrank seine Konsistenz: Er wird härter (der Zucker wird sichtbar) und lässt sich schlechter aufs Brot streichen. In den Kühlschrank muss er aber nicht.
 
Lies dazu auch: Richtige Lagerung von Lebensmitteln
 

Kann Honig schlecht werden und verderben?

Zucker hält bekanntlich ewig, aber kann Honig schlecht werden? Ja, etwa indem man Fremdkörper wie Butter oder Brotkrümel einbringt. Dann verdirbt zwar nicht direkt der Honig, aber die Butter wird ranzig und das Brot schimmelt möglicherweise. Gesund ist das nicht, aber meist auch nicht gefährlich.
 
Fest verschlossenen, trocken und lichtgeschützt gelagert (z.B. im Schrank) hält er sich normalerweise Jahre, ohne zu verderben oder an Qualität zu verlieren. Hält man ihn frei von Fremdkörpern, kann man ihn praktisch ewig essen. Honig ist daher eines unserer acht Forever Foods: Lebensmittel, die niemals verderben.
 
Wenn Honig „kristallisiert“, so ist dies kein Problem, er ist deswegen nicht schlechter. Manche erhitzen ihn, dann verschwinden die Zuckerkristalle vorübergehend wieder. Wir raten davon ab.
 

Honig ist natürlich – meistens

Honig ist ein Naturprodukt und muss daher naturbelassen verkauft werden. Teilweise konnten aber Zusätze von Fremdzuckern oder Stärke nachgewiesen werden (Stiftung Warentest). Sortenreine Produkte bestehen aus Honig einer bestimmten Sorte (Bäume, Wildblumen…). Sie sind nicht immer so rein, wie sie klingen: Oft sind noch viele andere Pollenarten nachweisbar, anders als das Etikett suggeriert. Aber das lässt sich in der Natur auch schlecht verhindern.
 

Honig gesund für kleine Kinder?

Für Säuglinge ist Honig nicht gesund, Kleinkindern bis zu einem Jahr sollte man daher vorsichtshalber keinen Honig geben. Er kann in sehr seltenen Fällen ein Bakterium enthalten, das bei Kleinkindern Säuglingsbotulismus auslösen kann. Es sind zwar nur sehr wenige Fälle bekannt, doch zur Sicherheit empfehlen Wissenschaftler dennoch, in den ersten zwölf Monaten darauf zu verzichten. Die einzige Ausnahme ist Säuglingsfertignahrung, hier muss der Hersteller dafür sorgen, dass das Produkt keimfrei ist.
 
Wenn man ihn kleinen Kindern nicht geben darf, darf man ihn dann in der Schwangerschaft essen? Die Antwort ist: ja, man darf. Die Darmflora ist in der Lage, den Erreger abzutöten, sodass kein Risiko für das ungeborene Kind entsteht.
 

Honig als Hausmittel

Im Internet kursieren hunderte Rezepte, um damit Hautunreinheiten einzudämmen oder die Haut zu pflegen. Diese gesundheitlichen Wirkungen sind aber nicht wissenschaftlich nachgewiesen. Auch als Mittel zur Wundheilung ist das gelbe Gold im Gespräch, vernünftig belegt ist aber auch das nicht.
 
Allerdings: Schaden wird es auch nicht. Auch als Hausmittel bei Erkältungen oder zum Einschlafen kann man Honig durchaus mal ausprobieren. Wegen der vielen Kalorien sollte man es eben nicht dauerhaft übertreiben.
 

Bio hilft – laut Tests aber nicht immer

Wo die Bienen hinfliegen, das kann der Imker nur schwer steuern. Bio-Imker sind aber verpflichtet, die Bienenstöcke so aufzustellen, dass „aus einem Umkreis von drei Kilometern keine nennenswerte Beeinträchtigung der Bienenprodukte durch landwirtschaftliche und nicht landwirtschaftliche Verunreinigungen zu erwarten ist“.
 
Es passiert aber dennoch. So wurde Ende August 2016 bekannt, dass man in deutschem Honig Glyphosat in erhöhten Mengen finden kann. Wen wunderts, wird doch ein Großteil der deutschen Äcker damit behandelt, und so findet man das umstrittene Monsanto-Herbizid auch in Bier und Wein.
 
Bei einem Test von Bio-Eigenmarken fand Öko-Test 9/2016 das Insektizid Thiacloprid in den Honigen von Alnatura und Denn’s Biomarkt. Hersteller wenden ein, dass Bienen nun manchmal eben weiter fliegen als die drei Kilometer und sich daher eine Verunreinigung mit Pestiziden nicht völlig vermeiden ließe. Dann aber, so Öko-Test, sollte das flüssige Gold nicht mehr als Bio-Produkt angeboten werden.
 
Es bleibt aber dabei, dass Bio-Honig** im Vergleich zum konventionellen generell zu bevorzugen ist, ebenso wie solcher aus regionaler Herkunft. Bio-Honig kannst du online z.B. bei Gepa**, myTime** oder Allyouneed Fresh** bestellen.
 

Geschichte des Honigs

Etwa in der Zeit vor 40 bis 50 Millionen Jahren haben sich die ersten Bienen entwickelt. (Menschen der Jetztzeit gibt es dagegen erst seit 200.000 Jahren). Man geht davon aus, dass der Mensch den Honig seit der Steinzeit für sich entdeckt hat. Erste bildliche Darstellungen von honigsammelnden Menschen stammen aus dem Mesolithikum, vor 12.000 bis 9.000 v. Chr. Schließlich entdeckten die Menschen, vor ca. 10.000 Jahren, wie man mit Rauch den Honig so vorsichtig aus dem Bienenstock entnahm, dass das Bienenvolk unbeschadet blieb und eine mehrfache Ausbeute möglich war. Die systematische Hausbienenhaltung entstand, als der Mensch sesshaft wurde. Alten Höhlenzeichnungen (von Las Aranas in der Nähe von Valencia in Spanien) zufolge war das etwa um 7.000 v. Chr.
 
Die Menschen boten den Bienen Nistplätze in ihrer Nähe an, damit sie auf der Suche nach dem begehrten Honig nicht mehr die gefährlichen Wälder durchstreifen mussten. Die Behausungen der Bienen entwickelten sich immer weiter. Je nach Kulturkreis entstanden aus stehenden Bäumen transportable und perfektionierten Behausungen aus Schilf, Stroh, ausgehöhlte, abgeschnittene Baumstücke oder Tonröhren.
 
Schon immer war die Honigbiene für den Menschen etwas besonderes, sie zog ihn in ihren Bann. So hat der Honig von jeher eine große kulturelle Bedeutung. Bienen und ihre unerklärliche Fähigkeit Honig zu machen wurden bewundert und mystifiziert. Zudem war Honig das einzige süße Nahrungsmittel.
 
Die Hochblüte erreichte die Imkerei im alten Ägypten. Honig war damals ein begehrtes Handelsgut und Zahlungsmittel. So wurde ein Topf Honig mit dem Wert eines Esels oder Rinds aufgewogen und Beamte unter Ramses II bekamen einen Teil ihres Gehaltes in Honig ausgezahlt. Die alten Ägypter betreiben die Bienenhaltung und -zucht auf wissenschaftlicher Grundlage. Schnell erkannten sie den Zusammenhang zwischen Honig- und Wachsproduktion und gleichzeitiger Steigerung der Ernteerträge der Obstbauern. Man brachte die Bienenstöcke in die Gebiete mit intensiver Landwirtschaft. So entstand die, bis heute existierende, Wanderimkerei auf dem Nil.
 
Neben dem wirtschaftlichen Wert des Honigs war er auch von wichtiger religiöser Bedeutung. Honig war die "Speise der Götter" und galt als "Lebendig gewordene Tränen" des Sonnengottes Ra. Demzufolge haben sich die sich selbst als göttlich angesehenen Pharaonen die Bienen und den Honig für sich verwendet. Das Symbol der Bienen wurde mit der Königshieroglyphe gleichgesetzt und schmückte das Siegel der Königin Hatschepsut.
 
Durch alle Hochkulturen, angefangen bei den alten Ägyptern, im antiken Griechenland, im alten Rom und selbst bei den Germanen zum Mittelalter, spielte die Imkerei eine wichtige wirtschaftliche und mythologische Rolle.
 
Alternativen zu Honig als Süßungsmittel gab es in Europa erst ab dem späten Mittelalter. Zucker aus Zuckerrohr war damals ein unerschwinglicher Luxus. Selbst Reiche und Fürsten konnten sich diesen Luxus nur selten leisten. Im 19. Jahrhundert wurde Honig durch Zucker aus Rübenzucker als Süßungsmittel abgelöst. Als Genussmittel konnte Zucker den Honig aber bis heute nicht ablösen.
 

Brackel

Image

Aktuelle Veranstaltungen

line
 

Motorradfreunde

 

unser Shop artHouze

 

Brigitte's Büroservice

 

Letzte Änderung

Letzte Änderung am 19.11.2017