Bei Brigitte und Walter

SliderImageSliderImageSliderImageSliderImageSliderImageSliderImagezoomInSliderImageSliderImageSliderImageSliderImageSliderImageSliderImageSliderImageSliderImageSliderImageSliderImageSliderImage

Gewusst wie: Richtig Grillen

Image

Schlachtfrisches Fleisch benötigt zunächst einige Tage zur Reifung. Nach dem Schlachten tritt die Totenstarre ein, die erst durch enzymatische Reifung ("Abhängen") abgebaut werden muss. Schweinefleisch braucht dazu drei Tage, Rind ein bis zwei Wochen. Zu frisches Fleisch wird zäh und trocken. Fleisch sollte aber auch nicht zu alt sein. Die Farbe gibt dafür einen Anhaltspunkt. Rind sollte dunkelrot, Lamm hellrot, Schwein rosa sein.

Bei guter Qualität ist die Oberfläche glatt und frei von Druckstellen. Abgepacktes Fleisch sollte sich bei einer Druckprobe nicht schwammig anfühlen. Sowohl abgepackte als auch offen verkaufte Ware sollte nicht im eigenen Saft schwimmen. Zu viel Fett ist ungesund. Eine leichte Marmorierung macht das Fleisch aber zarter und aromatischer.

Frisches Fleisch riecht entweder gar nicht oder allenfalls leicht säuerlich. Süßlicher oder beißender Geruch sind Anzeichen für Verderb. Hackfleisch und Geflügel sind besonders empfindlich. Hackfleisch darf nach dem Verbrauchsdatum nicht mehr verwendet werden. Geflügel muss grundsätzlich gründlich durcherhitzt sein, wodurch es schwieriger zu grillen ist.

Auch die Temperatur entscheidet, ob das Grillgut gelingt. Was ist hierbei wichtig?
Oft wird zu heiß gegrillt und das Fleisch wird außen zu dunkel und verbrennt, während es innen dann meist trocken ist. Doch es gibt hier einen Trick: Einfach die Hand auf der Höhe des Grillrosts über die Glut halten und zählen: 21, 22, 23. Muss man die Hand vorher wegziehen, ist der Grill zu heiß. Hält man es länger aus, ist die Temperatur nicht hoch genug. Die Temperatur kann man mit dem Gasventil variieren, oder bei Holzkohlegrills durch die Höhenverstellung des Rosts. Oder man muss noch Holzkohle nachlegen.
 

Nicht krebserregend: Indirektes Grillen

Wenn beim Grillen Fett oder Marinade in die Glut tropfen, bilden sich krebserregende Stoffe, die sich auf dem Grillgut absetzen.

Eine Möglichkeit dies zu vermeiden ist das indirekte Grillen. Das Fleisch liegt dabei nicht direkt über der Glut, sondern etwas seitlich. Tropfen können in einem Auffangbehälter gesammelt werden, die heiße Luft und der Rauch sorgen für eine schonende Garung, was besonders gut mit einem Kugelgrill mit Deckel gelingt. Weil die Temperaturen etwas niedriger sind als beim direkten Grillen, dauert die Zubereitung länger. Die Geduld wird belohnt mit weichem und zartem Fleisch, das nicht so leicht austrocknet.
 

Sicher ist sicher: Marinade selbstgemacht

Es ist nicht ratsam, fertig mariniertes Grillgut zu kaufen. Die Marinade kann mangelhafte Qualität verschleiern, ohne dass man dies erkennen kann. Darum ist es besser, Grillgut selbst einzulegen.
 

Briketts oder Holzkahle

Wo liegen die Unterschiede und was eignet sich für wen?
In der Frage nach dem optimalen Brennmaterial gehen die Meinungen oft auseinander. Wer gerne lange und gemütliche Grillabende verbringt, für den sind Briketts sicherlich die bessere Wah, weil sie ausdauernder und gleichmäßiger glühen. Wer aber nur schnell ein paar Würstchen auf den Rost legen will, demm empfehle ich Holzkohle. Sie glüht schneller, ist aber auch schneller verbraucht,
 

30 Tipps rund ums Grillen

  • Fleisch fürs Grillen zwei bis drei Zentimeter dick schneiden - dünne Scheiben trocknen schnell aus.
  • Fleisch lieber selber einlegen - fertig mariniertes Fleisch enthält oft Farbstoffe, Konservierungsstoffe und Geschmacksverstärker und ist oft nicht frisch.
  • Vor dem Marinieren das Fleisch säubern und trocken tupfen. Die Marinade soll das Fleisch komplett bedecken.
  • Das marinierte Fleisch kühl aufbewahren, aber nicht im Kühlschrank.
  • Den Rost vor dem Grillen leicht einölen - mit hitzestabilem Öl wie Rapsöl oder Sonnenblumenöl. Oder: Mit einer Speckschwarte über den Rost reiben.
  • Faustregel für die Garzeit von Fleisch: pro Zentimeter Dicke soll das Fleisch ein bis zwei Minuten von jeder Seite auf den Grill. Würstchen sind fünf Minuten fertig.
  • Fertig gegrillte Fleischstücke nicht auf dem Grill warmhalten, sonst trocknen sie aus. Besser: in Alufolie packen.
  • Fleisch nach dem Grillen ein paar Minuten ruhen lassen, dann wird es noch saftiger.
  • Wenn Sie Fisch grillen wollen: Am besten geeignet sind fettreiche Sorten wie Lachs oder Forelle.
  • Fisch nicht zu heiß grillen, sonst wird er trocken.
  • Fisch und Gemüse in eingefetteter extrastarker Alu-Folie oder auf Alu-Grillschalen garen - das schont die Nährstoffe.
  • Besonders gut gelingt gegrillter Fisch in einer Fischzange - sie verhindert, dass der Fisch zerfällt, und der Fisch bekommt trotzdem das Grillaroma.
  • Scampi oder Garnelen immer in der Schale grillen - sie sind zu empfindlich.
  • Kartoffeln können Sie ungeschält oder in Alufolie gewickelt direkt in der Glut garen.
  • Gepökeltes wie Kasseler, Kochschinken, Wiener Würstchen und Bockwurst nicht grillen - dabei können gesundheitsgefährdende Nitrosamine entstehen.
  • Kräuter in der Glut, zum Beispiel Rosmarin oder Thymian, geben dem Fleisch eine besondere Note. Die Kräuter vorher in Wasser einweichen, dann verbrennen sie nicht so schnell.
  • Wenn Sie Fleisch und Gemüse auf Holzspieße aufspießen: Holzspieße eine Stunde in Wasser einlegen, dann verkohlen sie nicht.
  • Tiefgekühltes Fleisch vor dem Grillen vollständig auftauen.
  • Der Grillrost sollte mindestens zehn Zentimeter Abstand zu den Kohlen haben - sonst wird die Temperatur zu hoch.
  • Vorsicht mit Spiritus, beim Anzünden gibt es schnell eine Stichflamme! Ungefährlicher sind Grillanzünder.
  • Briketts brennen länger als Holzkohle, brauchen aber mehr Vorglühzeit.
  • Erst losgrillen, wenn die Kohle gut durchgeglüht und mit einer hellgrauen Schicht überzogen ist.
  • Verbrannte Stellen am Grillgut großzügig abschneiden - sie können gesundheitsgefährdende Stoffe enthalten.
  • Marinade vorm Grillen etwas abtupfen, damit sie später nicht auf die Glut tropft - dabei können krebserregende Stoffe entstehen.
  • Fette Fleischsorten wie Schweinenacken besser in Alufolie oder in der Alu-Grillschale grillen - sonst kann Fett in die Glut tropfen.
  • Fleisch nicht mit Bier löschen - auch hier können krebserregende Stoffe entstehen.
  • Beim Kohlekauf auf die DIN-Norm achten: Nach DIN EN 1860-2 oder DIN-plus zertifizierte Kohle enthält kein Holz, das mit Holzschutzmitteln oder Anstrichstoffen behandelt wurde.
  • Einen sicheren Grill erkennt man an der DIN EN 1860-1. Noch besser: das GS-Zeichen.
  • Nach dem Grillen den Rost mit einer Drahtbürste säubern - das geht am besten, wenn er noch warm ist.

 

Holzkohle oder Gas?

Die Grillsaison ist gestartet und damit auch die jedes Jahr wiederkehrende Diskussion rund um den Grill: Schmeckt das Fleisch nur von einem Holzkohlegrill richtig gut, oder ist ein Gasgrill auch in Ordnung?

Traditionell ist der Holzkohlegrill der beliebteste Grilltyp der Deutschen. Egal in welcher Form, er steht in nahezu jedem Garten und wird auf nahezu jedem Fest verwendet.

Aber auch sein Kontrahent der Gasgrill verbreitet sich immer mehr und die Freunde des Grillgenusses beginnen zu schwanken. Welcher Grill ist nun besser?
 

Holzkohle Grill

Er ist der Favorit für rustikale Griller. Die glühenden Kohlen und das Zischen und Knistern des Grills erzeugen eine unvergleichliche Atmosphäre.

Ein genaues Abwiegen von Vor- und Nachteilen ist hier wegen der großen Typenvielfalt etwas schwer. Aber neben dem wohl bekannten Geschmack und den geringeren Kosten wäre nach der einfache Aufbau zu nennen. Die meisten Typen sind leicht zu verstehen und können problemlos auseinander genommen und wieder zusammengesetzt werden.

Nachteilig ist, dass dieser Grill sehr lange braucht, bis er die nötige Temperatur erreicht hat. Außerdem können Fettspritzer sich leicht entzünden und giftige Dämpfe erzeugen. Zudem passiert es selbst dem besten Griller, dass das Fleisch anbrennt oder trocken wird.

Tipp: Zum Anzünden einen Anzündkamin oder einen elektrischen Grillanzünder nutzen. Dann geht es meist schneller.

Was sollte man beim Grillanzünden beachten?
Wichtig ist, nur festen oder flüssigen Sicherheitsanzünder zu verwenden. Spiritus oder Benzin sind beim Grillen absolut tabu, denn es können gefährliche Stichflammen entstehen! Mit dem Grillen sollten man grundsätzlich immer erst beginnen, wenn die Grillanzünder vollständig verbrannt sind und die Holzkohle eine dünne weiße Ascheschicht gebildet hat.
 

Gas Grill

Dieser Typ ist edeal für alle ungedultigen Grillfans, da er schon nach ca. 10 Minuten die perfekte grillhitze erreicht.

Bei einem Gasgrill steht die Hitze sofort zur Verfügung. Das ausströmende Gas wird durch einen elektrischen Funken gezündet. Die Nutzung eines separaten Anzünders entfällt und damit auch die Gefahr, die beim Umgang mit diesen entstehen kann.

Zudem können solche Grilltypen leicht abgedeckt werden, so dass das Grillgut nur der indirekten Hitze ausgesetzt wird. Bei diesem schonenden Verfahren bleiben Saft und natürliche Aromen erhalten.

Nachteilig wirkt sich aber der hohe Anschaffungspreis aus, der sich später allerdings rentiert.

Tipp: Immer eine zweite Gasflasche auf Lager haben!
 

Fazit

Holzkohle Grill und Gas Grill ist im Prinzip nur eine Frage, ob man auf den vertrauten Geschmack verzichten kann. Denn der Gasgrill hat einige Vorteile, die der Holzkohlegrill nicht aufholen kann.
Grundsätzlich ist es jedoch ziemlich egal, welche Befeuerungsmethode man wählt, Hauptsache, man kennt sich richtig aus.
 

Brackel

Image

Aktuelle Veranstaltungen

line
 

Motorradfreunde

 

unser Shop artHouze

 

Brigitte's Büroservice

 

Letzte Änderung

Letzte Änderung am 19.11.2017