Waldmeister

Waldmeister
Maibowlen werden traditionell mit ihm aromatisiert. Er würzt sparsam dosiert, auch Marinaden, Dressings und Süßes wie Eis oder Fruchtgelee. Das noch nicht blühende Waldmeisterkraut entwickelt beim Welken seinen typischen aromatischen Duft. Dafür ist das beim Welken entweichende Cumarin verantwortlich, das aus in der frische Pflanze vorhandenen (nicht duftenden) Cumarinverbindungen entsteht.
Bei der Bowlenherstellung sollte man darauf achten, nicht zuviel zu verwenden und das Kraut nicht zu lange ziehen zu lassen, sonst gibts Kopfschmerzen. Waldmeister ist etwas umstritten, weil sich Cumarin im Tierversuch als stark lebertoxisch herausgestellt hat. Dies soll aber nur für den übermäßigen Gebrauch gelten. Die Waldmeisterbowle ein mal im Jahr ist nach wie vor beliebt und solch geringe Konzentrationen gelten allgemein als unschädlich.
Tipp: Welke Blätter haben das beste Aroma. Vor Gebrauch einfach einige Stunden trocknen lassen.
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