Tomatensorten
Des Gärtners größte Lieben
Die einen sind Trendsetter, andere Bestseller und dazu noch ein paar ausgewählte Lieblingsstücke.
Als Ursprungsgebiet der Tomate gilt Mittel- oder Südamerika. Wilde Vorfahren der Nutzpflanze sind bis heute in Nordchile und Venezuela beheimatet (sog. Wildtomaten. Die größte Vielfalt an Kulturformen findet sich in Mittelamerika, wo die Tomate schon vor Jahrtausenden von den Azteken und Inkas kultiviert wurde - wie Samenfunde belegen. Nach Europa gelangte die Pflanze bereits 1498 durch Christoph Kolumbus, zunächst nach Spanien und Portugal.
Es gibt mehrere Tausend Tomaten Sorten, die sich zum Teil stark unterscheiden in:
Wuchsform: rund, flachrund, gefurcht, herzförmig, oval, birnenförmig, länglich, Paprikaförmig.
Anzahl der Fruchtkammern
Größe: Von Johannisbeer-Größe bis zu 1 kg
Farbe: rot, grün, weiß, gelb, orange, rosa, violett, schwarz.
Muster: Einfarbig, gefleckt, gestreift.
Geschmack: Fruchtig, weinartig, würzig, süß, sauer
Jedes Jahr kommen viele neue Tomaten Sorten in den Handel, überwiegend Hybride. Bei der Zucht neuer Sorten geht es vor allem um Resistenzen gegen Umwelteinflüsse und Krankheiten sowie hoher Ertrag und Kompatibilität mit den hochtechnisierten Produktionsverfahren also, gute Transportfähigkeit, lange Haltbarkeit und Einheitlichkeit. Bei der Zucht alter Sorten ging es dagegen auch stärker um guten Geschmack.
Inhaltstoffe der Tomate
Tomaten enthalten wertvolle Inhaltsstoffe.
Alle Pflanzenteile mit Ausnahme der reifen Früchte enthalten leicht giftige Alkaloide. Die Früchte sind sehr saftig und bestehen zu etwa 95% aus Wasser. Sie sind reich an Vitaminen, Spurenelemten und Mineralien (Vitamin A, B1, B2, C, E, Kalium...).
Ausserdem enthalten Tomaten wertvolle sekundäre Pflanzenstoffe von denen besonders das rotfärbende Lycopin zu erwähnen ist. Dieses Carotinoid ist bekannt geworden, da es antioxidativ wirkt und das Risiko mancher Krebserkrankungen senken soll wie z.B. Prostata-Krebs. Angeblich ethalten auch konservierte Tomaten große Mengen an für die menschliche Ernährung wertvollen Inhaltsstoffen und übertreffen darin soger häufig frische Früchte da diese oft unreif geerntet wurden.
Quelle: Lust auf Genuss , Tomatenanbau.de, Mehr Info bei: www.kleverhof.de
Ananastomate
Eine Sorte für Liebhaber von fruchtig-süßen Aromen.
Auch optisch ist sie ein wunderschöner Exot - außen gelb bis orange und innen mit roten Streifen.
Ein Highlight in Asia-Salaten.
Andenhorn
Eine alte Sorte aus dem südamerikanischen Hochland, dem Ursprung der Tomate.
Die grossen Früchte haben die Form einer Paprikaschote sind sehr fleischig und enthalten kaum Samen.
Sie schmeckt fein-aromatisch und ist vielseitig - klasse roh auf Brot und im Salat, aber auch als Ofentomate.
Coeur de Boeuf
Das "Ochsenherz" ist die Antwort französischer Züchter auf die perfekte Lagertomate ohne jedes Aroma.
Auch sie ist eine Industrietomate - aber voller Geschmack!
Es gibt sie in gut sortierten Bioläden, auf Märkten und im Feinkosthandel.
Green Tiger
Grüne Tomaten wie diese sind nicht unreif, sondern eine eigene Sorte.
Sie schmecken meist würzig, auch herb und setzen im Salat Akzente.
Man kann daraus gut giftgrünen Brotaufstrich machen - ein voller Erfolg.
Green Zebra
'Green Zebra' ist eine alte Sorte mit mittelgroßen Früchten die im reifen Zustand gelblich getreift sind.
Grüne Tomaten wurden früher häufig angebaut. Sie sind robust und schmecken besonders fruchtig.
Ideal für das mitteleuropäische Klima.
Herztomate
Elvis hätte an der seine Freude gehabt, denn oft trägt sie ein sattes Pink auf der Schale.
Dazu die Herzform - Las Vegas lässt grüßen. Allerdings nicht beim Geschmack.
Der ist keine Glücksache, sondern stets hervorragend.
Honig von Mexico
Eine der besten. Auch sie eine alte Sorte aus der Heimat des Paradiesapfels.
Ein Biss - und ihr Geschmack explodiert am Gaumen: saftig, spritzig, süß-aromatisch.
Unglaublich lecker.
Pfirsichtomate
Für Tomaten ganz untypisch trägt diese Sorte eine matte, dünne Pfirsichhaut.
Weil das ein echter Hingucker ist, legt man sie am besten im Ganzen auf den Tisch - mit Butter, Salz und Brot dazu.
Purple Calabash
Jeder ist begeistert vom vollaromatischen Geschmack dieser ungewöhnlichen Tomate - die violette, gerippte Frucht ist ein Bestseller.
Ihr hoher Anteil an gesundem Lycopin wird besonders gelobt.
Reise-Zehen-Tomate
Sie besteht, ähnlich wie eine Knoblauchknolle, aus mehreren Segmenten, die sich herausbrechen lassen, ohne das dabei Saft heraustropft.
Und weil das vor allem unterwegs so praktisch ist, hat sie diesen Namen.
Sankt Vincent
Der Favorit unter den oft etwas milden gelben Tomaten, weil sie besonders fein schmeckt und eine stattliche Größe hat.
Dazu ist sie sehr vielseitig, eignet sich für Salat, Sugos und zum Schmoren.
Russische Schwarze
Wenn die Leute diese Tomate zum ersten Mal sehen, sind sie zunächst abgeschreckt.
Aber ein Bissen von der "Schokotomate" - und sie sind überzeugt.
Denn sie schmeckt hervorragend. Und ist im Salat dann auch schön rot.
Tangerine
Die mittelgroßen Früchte sind mit ihrer leuchtend gelben Farbe und dem fruchtigen Aroma perfekt für Konfitüre.
Dazu kommt, dass diese Sorte unglaublich ertragreich ist.
Tigerella
Diese Tomate sieht nicht nur rassig aus, sie schmeckt auch so.
Zu erkennen ist sie an den orange-gelben Streifen auf kräftigem Rot.
Tigerella hat mittelgroße Früchte die besonders süß und fruchtig schmecken.
Probieren Sie die mal pur mit nur ein wenig Salz, Pfeffer und Olivenöl.
Venusbrüstchen
Ein Blick genüg, um zu erklären, warum diese Tomaten so heißen.
Unter ihrem "erotischen" Äußeren ist sie schön saftig, aber auch säuerlich.
Prima zum Reinbeißen oder im Salat
White Beauty
Außen blassgelb, innen fein-mild und fast ohne Säure - diese Sorte ist vor allem bei Kindern sehr beliebt.
Ideal also, um "Iiiih, Tomaten"-Schreien vorzubeugen.
Am besten schmeckt sie roh.
Yellow Stuffer
Wer die mal gefüllt und geschmort hat, will von Paprika nichts mehr wissen.
Die Yellow Stuffer ist innen hohl und ihre feine Mehligkeit macht sie im Ofen sehr aromatisch - da kann Paprika nicht mithalten.
Der Umgang
Tomaten vertragen Kälte nicht besonders gut, gehören daher nicht in den Kühlschrank. Dort verlieren sie ihr Aroma nämlich sehr schnell. Am besten in einem luftdurchlässigen Korb bei Zimmertemperatur aufbewahren, damit sich ihr Geschmack optimal entfaltet. Und: Tomaten nicht neben Äpfeln lagern - die verströhmen Ethylen, das die Tomaten schnell verderben lässt.
Für Salate eignen sich am besten schnittfeste, pralle und saftige Früchte mit glänzender, glatter Haut.
Zum Kochen sind reife, weiche Tomaten optimal - sie verbreiten ein kräftiges Aroma.
Tomaten häuten geht einfach: grünen Stielansatz herausschneiden, Tomate auf der gegenüberliegenden Seite über Kreuz einritzen, kurz in kochendes, dann in eiskaltes Wasser legen. Abtropfen lassen und häuten.
Wenn die heimische Ernte vorbei ist, kaufen Sie Tomaten aus dem Süden: Sie haben mehr Sonne abbekommen als Tomaten aus den Gewächshäusern nördlich der Alpen, werden allerdings auch nicht vollreif geerntet.



















