Bei Brigitte und Walter

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Die Sorten

Geschmack und Charakter:

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Olivensorten, Bild: snack, piqs.de

Vielfalt erleben.
In Italien zählt man heute über 400 Olivenbaumsorten. Aber allein im Mittelmeerraum gibt es über 1.000 Sorten von Olivenbäumen. Je nach Klima und Bodenbeschaffenheit hat sich der Olivenbaum über hunderte Jahre anders entwickelt, manche Olivenbaumsorten sind auf einzelne Dörfer beschränkt.

Trotz dieser erstaunlichen Vielfalt gibt es einige charakteristische Sorten, die typisch für bestimmte Regionen sind und ein spezifisches Geschmacksbild haben.

In Italien sind dies vor allem: Frantoio, Leccino, Taggiasca, Carolea, Coratina, Moraiolo, Nocellara und Tonda Iblea.
 

Charakteristische Sorten Italiens:

Bezeichnung Beschreibung
Frantoio eine der bekanntesten Olivensorten, typisch für Mittelitalien, kräftiges Öl, aber ausgewogenes zwischen Schärfe, Bitterkeit und Fruchtigkeit, kann eine grasige Note haben und an Artischocken erinnern.
Leccino: wird hauptsächlich in der Toskana und in Umbrien angebaut, mildes Öl mit fruchtigen, würzigen und süßen Noten.
Taggiasca: typisch für Ligurien, ebenfalls mildes Öl, dennoch fruchtig-aromatisch.
Carolea: typische Sorte Kalabriens, mildes Öl, fruchtig und scharf, duftet nach Kirschtomaten.
Coratina: wird hauptsächlich in Apulien angebaut, kräftiges Öl, kaum Säure, weist gewisse Schärfe auf.
Moraiolo: wird hauptsächlich in Umbrien und der Toskana angebaut, kräftiges Öl mit einer scharfen Note.
Nocellara: typisch für den Westteil Siziliens, sehr aromatisches Öl, dennoch rund, erinnert an Artischocken, grüne Tomaten und reife Früchte.
Tonda Iblea: typisch für den Osten Siziliens, kräftiges Öl, duftet nach Tomaten und Kräutern, im Nachgeschmack an Mandeln erinnernd.
 

Italien

NorditalienÄußerst mild sind die Olivenöle vom Gardasee (Venetien und Lombardei) und aus Ligurien. Sie duften dezent nach Kräutern und schmecken am Gaumen nach süßen Mandeln. Die Öle (meist aus den Sorten Frantoio, Leccino oder Taggiasca) sind ideal für Einsteiger und all jene, die weder bitteres noch scharf-pikantes Öl mögen. Diese Öle verlieren leider früh ihre Aromatik, sie sollten deshalb innerhalb von sechs Monaten verbraucht werden. Diesen Ölen entsprechen meist auch die milden nordspanischen Öle aus Arbequina-Oliven.

Apulien
Die nahe der Adriaküste gewonnenen Öle sind meist mittelfruchtig, im Körper also kräftiger als die norditalienischen Öle. Typisch ist ihr pfeffriger bis scharfer Abgang - vor allem bei dem frischen Öl aus der neuen Ernte.

Toskana, Umbrien
Sehr kräftig sind Olivenöle aus Mittelitalien - vor allem aus der Toskana und aus Umbrien. Typische Noten von frisch geschnittenem Gras, grünen Äpfeln, unreifen Tomaten und Minze prägen den Duft. Am Gaumen zeigt sich fast immer ein markanter, durchaus angenehmer Bitterton, der an Wallnüsse oder Bittermandel erinnert, sowie ein pikanter Nachhall. Frantoio, Leccino, Moraiolo und Correggiolo sind die klassischen Sorten.

Süditalien
Sizilianische Ölivenöle nehmen eine Sonderstellung ein. Sie gehören zu den intensivsten Olivenölen der Welt, sind kräftig strukturiert (in der geschlossenen Flasche bleiben sie über ein Jahr aromatisch-fruchtig), dabei am Gaumen süßlich und im Nachhall deutlich pfeffrig. Aus frischer Ernte begeistern die Öle mit dem Duft von frisch gemähtem Gras, Kiwi, grüner Banane und Zitronen. Die Soften heißen Nocellara, Tonda Iblea und Biancolilla. Diese Öle eignen sich perfekt für die Zubereitung und das Würzen von Fisch und Krustentieren.

Natürlich werden Oliven rund um den Globus geschätzt und angebaut. Beispielsweise in Marokko, Tunesien, Türkei, Israel, USA, Argentinien, Mexiko,Australien, Libyen, Algerien, Ägypten, Libanon.
 
Auch die anderen Mittelmeerländer von Portugal bis Griechenland haben ihre Lieblingssorten, was Oliven angeht.

 
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Portugal

Carrasquenha: mild, fruchtig
Galega: mild, süßlich-scharf
Redondil: mild, fruchtig

 

Spanien

Die klassische Olivensorte in Südspanien ist die Picual. Das Öl durftet stark nach Rosmarin, Thymian und Wildkräutern, den Geschmack prägen Noten von Rauke, Salbei und Zitrone mit meist kräftigem Bitterton und pfeffrigem Abgang. Diese kräftigen Öle eignen sich zum Braten und Grillen von Rindfleisch. Für Salate und Fisch sollten Sie zu süßlich-milden nordspanischen Ölen aus Arbequina oder Hojiblanca-Oliven greifen.

Picual: kräftig, bitter und scharf
Hojiblanca: medium, süßlich-fruchtig
Cornicabra: kräftig, fruchtig-aromatisch
 

Frankreich

Französische Olivenöle aus den regionaltypischen Olivensorten wie Aglandau, Grossane, Salonenque und Picholine schmecken am Gaumen ähnlich süß und dezent wie die norditalienischen und haben nur schwache Bitternoten. Ideal passen sie zu Röstbrot, Gemüse, Salat und Fisch. Die Provence-Öle sollten so rasch wie möglich verbraucht werden, da sie schnell ihre aromatische Frische verlieren - zumal sie oft in lichtempfindlichen, transparenten Glasflaschen abgefüllt sind.

Aglandau: medium, leicht süßlich
Picholine: kräftig, süß und fruchtig
Lucques: mild, fruchtig-aromatisch
 

Griechenland

Gras, Salbei, Rosmarin, Lavendel und reife Tomaten finden sich in der Nase der besten griechischen Olivenöle, die zu etwa 80 Prozent aus einer einzigen Olivensorte, der Koroneiki gewonnen werden. Am Gaumen dominiert ein süßer bis feinherber Mandel- oder Wallnusston, im Abgang pfeffrige Noten. Die Öle würzen sowohl Fisch als auch Fleisch bestens, etwa Schwein oder Rind vom Grill, sowie Gemüse.

Koroneiki: kräftig, fruchtig, bitter und scharf
Kalamata: mild, fruchtig
Mastoidis: mild, fruchtig und bitter
 

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Letzte Änderung

Letzte Änderung am 19.11.2017