aktuelle Termine

20.05.2012: Schützenverein Brackel - Bogenstand - Tag der offenen Tür

20.05.2012: MTV Brackel - Senioren- Frühschoppen (Festhalle)

31.05.2012: DRK Brackel - Blutspenden

02.06.2012: MTV Brackel - Sportfest

03.06.2012: Samtgemeinde-Feuerwehrtag in Quarrendorf

Essen & Trinken

Allgemein

Weinprobe und Weinansprache

Die Verkostung von Weinen erfolgt im wesentlichen durch drei Sinnesleistungen: Sehen, Riechen und Schmecken. Nachstehend sollen die entsprechenden Sinnesorgane, die gemeinsam erst eine Weinbeurteilung ermöglichen, näher betrachtet werden.

Auge

Zum Degustieren füllt man ein Glas höchstens zu einem Viertel. Zunächst schaut man, ob der Wein klar ist (Trub oder Schaum deuten auf Fehler hin), und beurteilt dann von oben die Farbintensität (je tiefer das Rot, desto jünger der Wein oder umso dickschaliger die Traube – ein wertvoller Hinweis beim "Blindverkosten"). Rotwein wird mit zunehmendem Alter heller, Weißwein dunkler.

Dann hält man das Glas schräg vor einen weißen Hintergrund und betrachtet die Farbe in der Mitte und am Rand. Mit dem Alter wird Wein allmählich braun, und bei Rotwein zeigt sich zuerst Ziegelrot am Rand. Junger Rotwein ist eher bläulich purpurrot. Alter Rotwein büßt am Rand die Farbe ganz ein. Je glanzvoller die Farbe und je feiner die Farbabstufungen, desto besser der Wein.

Nase

Zunächst schnuppert man einmal konzentriert, dann schwenkt man den Wein und schnuppert noch einmal. Je stärker der Eindruck, desto intensiver das Aroma oder Bukett. Ein subtiler reifer Wein gibt vielleicht erst nach dem Schwenken kräftigeren Duft von sich.

Bei Blindverkostungen hofft man nun auf einen Hinweis aus dem Gedächtnis. Will man den Wein aber nur beurteilen, dann kommt es auf sauberen Duft an und darauf, woran er erinnert. Beim Kosten oder Trinken (hier kann der Unterschied beträchtlich sein) gilt es zu beachten, wie der Duft sich verändert. Gute Weine werden immer interessanter, einfache Weine dagegen lassen oft nach.

Mund

Hier geht es darum, einen guten Mundvoll Wein mit allen Geschmacksknospen in Kontakt zu bringen. Während die Nase am besten den subtilen Noten eines Weins nachspürt, kann der Mund am besten die Bestandteile ausloten: die Zungenspitze spürt Süße, die Oberkante die Säure, der Zungenrücken die Bitternote, die Mundinnenwand das herbe Tannin, und an der Kehle macht sich ein Zuviel an Alkohol bemerkbar.

Nach einem Mundvoll lässt sich beurteilen, ob alle diese Elemente im Gleichgewicht stehen und wie lange sich der Geschmack auf der Zunge hält – ein guter Hinweis auf Qualität. Nun kann der Wein endgültig beurteilt oder bei Blindproben vielleicht sogar erkannt werden.