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Friaul

Friaul - Julisches Venetien

Nicht allen Badegästen an den beliebten Stränden von Grado oder Lignano wird bewußt sein, daß sie sich hier in der Weinbauregion Friaul-Julisches Venetien befinden, einem Teil der ehemaligen Drei Venetien (die anderen beiden sind Venetien selbst und Südtirol-Trentin). Zentrum des Gebiets ist der Adriahafen Triest, weitere wichtige Städte sind Görz (Gorizia) und Udine. Eine starke slowenische Minderheit lebt hier in der Nähe der slowenischen Grenze.

Die zumeist kurz als Friaul (Friuli) bezeichnete Region umfasst 18.704 Hektar Rebfläche. Dieses Gebiet war immer Grenzland mit wechselnder Herrschaft unter Rom, Byzanz, Venedig und Habsburger-Reich.

Obwohl die Weißweine bei uns bekannter sind und sich wegen ihrer Frische wachsender Beliebtheit erfreuen, gibt es mengemäßig mehr Rotwein. Hauptrebsorte für Weißweine ist der Tokai (Welschriesling). Er liefert hier trockene, blumige Weine, die sich in ihrer unkomplizierten Art zu Fisch oder als Durstlöscher hervorragend eignen. Fein und hellgelb präsentiert sich der Pinot bianco, der Pinot grigio ist dunkler und nicht ganz so fein. Die Weißweine gelten auf Grund ihres Körperreichtums als die besten Italiens.

Auch die Rotweine werden im Allgemeinen jung getrunken. Die Cabernetrebe ergibt hier farbintensive Rotweine mit leicht grasigem Geschmack, die trocken und dabei kräftig sind. Die Melotweine schmecken zartbitter, können nach Himbeeren duften, sind voll und von dunkler Farbe. Die Qualität schwankt je nach Anbaubedingungen stark.

Die Hälfte der Rebfläche unterliegt heute der kontrollierten Ursprungsbezeichnung, die sich auf DOC- bzw DOCG-Zonen verteilt. Doch auch die noch nicht kontrollierten Gewächse sind zum größten Teil durchaus aktzeptabel, denn die Mischung aus Meeres- und Alpenklima wirkt sich günstig auf die Qualität der Weine aus.

Tausende Hektar Rebflächen mit einheimischen Sorten wurden gerodet und mit internationalen Sorten bestockt. Die mit Abstand häufigste Sorte ist aber nach wie vor die einheimische Tocai Friulano, gefolgt von Sauvignon Blanc, Chardonnay, Pinot Bianco, Riesling Italico, Riesling Renano, Traminer, Müller-Thurgau, Verduzzo, Ribolla Gialla und Malvasia.

Bei den roten Rebsorten dominieren Merlot, Cabernet Sauvignon, Pinot Nero, Ribolla Nera (Schioppettino), Pignolo und Refosco. In der Rebenzüchtung liegt Friaul an der Spitze, über die Hälfte der in Italien gepflanzten Jungreben stammt von hier. Rund 45% der Produktion entfällt auf DOC-Weine. Ramandolo, ein Subbereich von Colli Orientali, erhielt 2001 als erster Wein Friauls die DOCG-Klassifikation.

Die DOC- bzw. DOCG-Zonen sind:
  • Carso
  • Colli Orientali del Friuli
  • Colli Orientali del Friuli Picolit (DOCG)
  • Collio Goriziano
  • Friuli Annia
  • Friuli Aquileia
  • Friuli Grave
  • Friuli Isonzo
  • Friuli Latisana
  • Lison-Pramaggiore (auch Venetien)
  • Ramandolo (DOCG)

Aus der Fülle sei noch auf einige Spezialitäten hingewiesen, die es nicht überall zu kaufen gibt, die aber eine Reise wert sind.

Der Vintage Tumina zum Bespiel aus dem Gebiet Collio, bestehend aus Weißburgunder, Chardonnay und Sauvignon mit etwas Picolit, ist ein Spitzenwein des Gebietes, der sich durchaus mit burgundischen Weißweinen messen kann.

Beachtung finden auch die Gewürztraminer aus Collio und Isonzo, die unter Umständen Spitzenweine sein können.

Eher eine Kuriosität ist der rote Tazzalenghe del Friuli, aus einer alten einheimischen Rebsorte gekeltert, mit außerodentlich hohem Gerbstoffgehalt, der erst nach längerer Lagerung von etwa 4 bis 6 Jahren trinkbar wird.

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Letzte Änderung am 19.11.2017