Bei Brigitte und Walter

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Bewusstlosigkeit, Atem- und Herzstillstand

Bewusstlosigkeit

Bewusstlosigkeit kann durch viele Verletzungen, Vergiftungen und Erkrankungen hervorgerufen werden. Um festzustellen, ob das Tier wirklich bewusstlos ist, müssen Sie es näher untersuchen. Die Tiere können zusammengebrochen in verschiedenen Stellungen liegen. Versuchen Sie zunächst den Hund in rechte Seitenlage zu bringen. Überprüfen Sie immer zuerst, ob der Hund noch atmet, und ob sein Herz noch schlägt.
 
Atmung:
Ein Heben und Senken des Brustkorbes und/oder des Bauchraumes muss zu sehen sein.
Normalwerte in Ruhe: mindestens 20 Atemzüge/Minute.
Herztätigkeit:
Auf der linken Brustseite, 4-5 cm hinter dem Ellbogengelenk können Sie die Herzaktionen sehen oder ertasten (2 Finger an dieser Stelle zwischen 2 Rippen legen).
 

Normalwerte in Ruhe:

  • große Hunde ca. 80 Schläge/Minute
  • kleine Hunde und Welpen: ca. 80 – 120 Schläge/Minute
Werte im Schock beachten!
 

Sind Atem- und Herzfunktion festgestellt:

  • Kopf strecken
  • Fang öffnen
  • Zunge herausziehen, ggf. den Kopf in dieser Position halten.
Öffnen Sie dem Hund die Augen und lassen Sie dann die Lider wieder los. Tupfen Sie mit dem Finger an die Augenlider, ob sie bei Berührung zucken (oberflächige Bewusstlosigkeit). Auch auf Lichteinfall sollten sich die Pupillen verengen. Zwinkert das Tier bei Betupfen des Augenlides nicht, so tupfen Sie dem Tier auf die Hornhaut. Zwinkert es immer noch nicht, ist die Bewusstlosigkeit sehr tief. Auf Lichteinfall bleiben die Pupillen unverändert, meistens weit.
 
Sofortiger Transport zum Tierarzt!
 

Atemstillstand

Können Sie keine Atemzüge feststellen, strecken Sie den Kopf, öffnen Sie den Fang und ziehen Sie die Zunge heraus. Kontrollieren Sie mit Augen und Fingern, ob der Rachenraum frei ist, oder ob verschluckte Gegenstände/Erbrochenes zu finden ist. Wenn ja, räumen Sie sorgfältig und schnell den Rachenraum aus. Kneifen sie das Tier fest in die Nasenlöcher und beobachten Sie, ob sich daraufhin ein Atemzug einstellt. Wenn ja, fahren Sie fort bis zum Eintreffen beim Tierarzt. Wenn der Hund immer noch nicht zu atmen beginnt, müssen Sie mit künstlicher Beatmung beginnen.
Kontrollieren Sie den Herzschlag!
 

Künstliche Beatmung

Durch Brustkorbmassage

Legen Sie den Hund in rechte Seitenlage. Fassen Sie mit beiden Händen möglichst breitflächig auf den Brustkorb des Hundes und drücken Sie ihn zusammen. Auf diese Weise drücken Sie sorgfältig den Brustkorb ca. 30 - 40 mal pro Minute (keine harten, kurzen Stöße).

Eine weitere Hilfsperson sollte einerseits am Kopf des Tieres kontrollieren, ob Luft durch den geöffneten Fang ein- und ausströmt, andererseits muß sie immer wieder zwischendurch den Puls des Tieres überprüfen (Innenseite der Oberschenkel). Steht keine Hilfsperson zur Verfügung, müssen diese Aufgaben vom Beatmenden übernommen werden.

Die Beatmung wird zunächst ca. 1 Minute durchgeführt. Unterbrechen Sie und beobachten Sie, ob eine spontane Atmung des Hundes einsetzt (einige Sekunden warten). Hat eine selbständige Atmung eingesetzt, transportieren Sie den Hund unverzüglich zum Tierarzt. Während des Transportes muss ständig überprüft werden, ob das Tier weiterhin atmet. Setzt die Atmung erneut aus, wiederholen Sie die Beatmung bis zum Wiedereintritt der selbständigen Atmung oder bis zum Eintreffen beim Tierarzt.

Setzt keine selbständige Atmung ein, fahren Sie genauso fort: 1 Minute beatmen (30 –40 mal pro Minute, einige Sekunden Pause zur Kontrolle). Während der Beatmungspause können Sie immer wieder die Herztätigkeit durch Ertasten des Herzschlages kontrollieren.

die Brustkorbmassage zur Beatmung darf nicht durchgeführt werden bei:
- Rippenverletzungen
- vermuteten inneren Verletzungen des Brustraumes
 
Durch Mund-zu-Nase-Beatmung
Diese Form der Beatmung ist effektiver als die Brustkorbmassage. Der Kopf wird auch hierbei gestreckt. Der Fang wird geöffnet und die Zunge wird gerade nach vorne herausgezogen. Der Fang wird dann wieder gut geschlossen. Legen Sie die Lippen ganz um die Nase des Hundes und blasen Sie hinein. Während des Einblasens der Luft überprüfen Sie, ob der Brustkorb des Tieres sich hebt. Sollte das nicht der Fall sein, beatmen Sie erneut, blasen aber kräftiger. Geben Sie die Nase wieder frei, damit die Luft auch wieder ausströmen kann. Es wird ca. 30 mal pro Minute beatmet, d. h. 2 Sekunden Luft einblasen, 2 Sekunden die Nase freigeben. Nach 1 Minute Beatmung pausieren Sie für einige Sekunden, um zu kontrollieren, ob eine selbständige Atmung einsetzt. Während dieser Beatmungspausen müssen sie immer wieder die Herztätigkeit überwachen.

Die Menge der eingeblasenen Luft ist ausreichend, wenn der Brustkorb des Tieres sich gut sichtbar hebt. Blasen Sie vor allem kleine Tiere nicht auf wie einen Luftballon. Zu große Luftmengen oder zu starker Beatmungsdruck schädigt die Lunge (die Lungenbläschen platzen).
 

Maßnahmen

  • Seitenlage (rechts)
  • Kopf strecken, Fang öffnen, Zunge herausziehen

 

entweder: Brustkorbmassage:

  • ca. 30 - 40 mal pro Minute beatmen
  • ca. 1 - 2 Sekunden drücken - 2 Sekunden loslassen
  • 1 Minute beatmen - einige Sekunden beobachten
 

oder Mund zu Nase - Beatmung

  • Fang wieder schließen
  • ca. 30 mal pro Minute beatmen
  • ca. 2 Sekunden blasen - ca. 2 Sekunden Nase frei
  • 1 Minute beatmen - einige Sekunden beobachten
Die Beatmung wird immer bis zum Einsetzen einer Spontanatmung oder bis zum Eintreffen beim Tierarzt durchgeführt.
 
Die Herztätigkeit muss immer wieder während der Beatmung kontrolliert werden.
 

Herzstillstand

Wenn Sie bei der Untersuchung eines bewusstlosen Tieres keinen Herzschlag sehen oder ertasten können, müssen sie sofort handeln. Suchen Sie nicht lange nach der Atmung – ein Tier ohne Herztätigkeit atmet niemals.

Bringen Sie den Hund in rechte Seitenlage, strecken Sie den Kopf. Der Fang wird geöffnet und die Zunge weit hervorgezogen. Knien Sie sich zwischen den Vorder- und Hinterbeinen vor die Brust des Tieres. Die Handballen der linken Hand werden einige Zentimeter hinter dem Ellbogen auf die Brust aufgelegt. Mit der rechten Hand umschließen Sie Ihre linke. Jetzt drücken Sie in kurzen Stößen pumpend auf den Brustkorb: Rhythmus ca. 1x /Sekunde. Bei kleinen Tieren können Sie mit einer Hand von unten her die Brust umfassen und die Herzmassage einhändig durchführen. Neben der Herzmassage müssen Sie immer wieder beatmen. Sie wechseln ab: 10 x Herzmassage, 3 x Beatmung. Nach jeweils 1 Minute unterbrechen Sie, um festzustellen, ob die Herztätigkeit oder die Atmung eingesetzt haben.

Bringen Sie das Tier unverzüglich zum Tierarzt. Auf dem Transport muss die Herzmassage und die Beatmung fortgesetzt werden, bis es zur selbständigen Atmung und Herztätigkeit kommt oder Sie beim Tierarzt eingetroffen sind.
 

Maßnahmen

  • rechte Seitenlage
  • Kopf strecken, Fang öffnen, Zunge hervorziehen
  • Herzmassage: 1 x /Sekunde: 10 x, 3 x Beatmen (Brustkorbmassage oder Mund zu Nase)
  • Nach 1 Minute unterbrechen zur Herz- und Atemkontrolle
  • Transport zum Tierarzt
 

Wann brauchen Sie keine Wiederbelebungsversuche mehr durchzuführen?

  • Wenn das Tier eindeutig tot ist
  • Keine Herz- und Atemtätigkeit
  • Keine Reflexe (Augen)
  • Wenn es sich kalt anfühlt
  • Wenn es steif ist (versuchen Sie die Beine zu beugen)

 

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Letzte Änderung

Letzte Änderung am 19.11.2017