Bei Brigitte und Walter

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Leder oder Textil?

Beide Materialien haben ihre Vor- und Nachteile. Wichtig ist, dass man sich in seinem Outfit wohl fühlt, da man dann konzentrierter und sicherer fährt.
 

Lederanzug / Lederkombi

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Trotz der in den letzten Jahren geradezu rasanten Fortschritte im Bereich neuer Materialien sind Lederanzüge nach wie vor am beliebtesten und ist hinsichtlich der Sicherheit immer noch unerreicht. Das natürliche Material schützt vor Wind und hält, wenn auch in Grenzen, warm. Es besitzt eine hohe Abriebfestigkeit und flattert nicht.

Leider ist Leder nicht wasserdicht. Ein richtig nasser Anzug trocknet langsam und kann die Form verlieren; bei Lederanzügen ist also ein zusätzlicher Regenschutz erforderlich.
 

Hier einige Tipps für den Kauf:

  • Rindsleder mit einer Stärke von 1,2 mm bietet einen guten Kompromiss zwischen Abriebfestigkeit und Bewegungsfreiheit; Ziegen- oder Kalbsleder ist ebenfalls gebräuchlich.
  • Je weniger Teile für eine Lederkombi zusammengesetzt werden müssen, desto besser. Besonders Brust, Rücken und Beine sollten aus einem Stück bestehen.
  • Nähte sollten innen liegen, damit sie bei einem Sturz nicht aufgescheuert werden können, die Kanten sollten gesäumt sein.
  • Protektoren an Knien, Ellbogen, Schultern und Hüften sollten eingearbeitet sein, ein einfacher Schaumstoff oder eine Lederdoppelung allein reichen nicht aus.
  • Die Reißverschlüsse sollten leicht zu bedienen, abgedeckt und aus Metall sein.
  • Arm- und Beinabschlüsse sollten mit einem Reißverschluss versehen sein und sich eng schließen lassen, damit der Anzug bei einem Sturz nicht nach oben geschoben werden kann.
  • Unter den Anzug muss auch warme Unterwäsche passen. Am besten trägt man sie schon bei der Anprobe.
  • Bei der Anprobe sollten Sie sich ruhig einmal aufs eigene Motorrad bzw. ein ähnliches schwingen; der Anzug darf nirgends zwicken oder einschnüren und die Ärmel dürfen nicht zu kurz werden, wenn die Hände an den Lenker greifen; gleiches gilt natürlich für die Beine.
  • Leder behält bei richtiger Pflege seine hohe Abrieb- und Reißfestigkeit: Lederkleidung darf nicht über der Heizung getrocknet werden. Das Leder muss regelmäßig mit Lederfett behandelt werden, sonst wird es brüchig und verliert seine Geschmeidigkeit und Schutzwirkung.

 

Neue Materialien als Alternative zum Leder

Moderne Textilkleidung - z.B. aus Cordura oder Kevlar - hat mittlerweile ähnliche Eigenschaften wie Leder. Moderne Textilanzüge sind nicht mehr vergleichbar mit den früheren - zum Teil gefährlichen - „Plastikkombis", welche die Unfallfolgen durch das Einschmelzen in die Haut bei Reibungshitze eher verstärkten als verminderten.
 

Textilanzüge sind aus verschiedenen Lagen aufgebaut

Die Außenschicht besteht aus einer abriebfesten Materialschicht (z.B. Cordura). Für die Wasserdichtigkeit des Anzugs sorgt eine spezielle Beschichtung und dünne Spezialmembranen wie Goretex oder Sympatex, die zwischen Außenschicht und Futter eingearbeitet sind.
Das Abriebverhalten der Mehrschicht-Textilanzüge ist zumindest an ungepolsterten Stellen schlechter als das von hochwertigem Leder.

Wichtig ist in deshalb die Unterpolsterung Sturzgefährdeter Körperpartien mit Energieabsorbierenden und abriebfesten Materialien.

Der Sitz der Protektoren und eine gute Verarbeitung (Reißverschlüsse, Nähte) sind bei Textilanzügen genauso wichtig wie bei Lederkombis.

Der eigentliche Vorteil der Textilkombis ist ihr hervorragender Tragekomfort; auch die Atmungsaktivität und der Kälteschutz sind deutlich besser als bei Leder. Hochwertige Jacken aus diesen Materialien werden an den gefährdeten Stellen meist noch einmal mit z.B. Kevlarverbindungen versehen, welche über eine ähnlich hohe Abriebfestigkeit wie Leder verfügen. Solche Jacken werden vom Hersteller oft dick gefüttert angeboten, so dass weitere Bekleidung (wie z.B. lange Unterwäsche u. ä. ) wegfallen kann. Wichtig dabei ist, dass das Futter herausnehmbar ist.
 

Ein- oder Zweiteiler

Beim klassischen zweiteiligen Anzug sind Hose und Jacke mit einem Reißverschluss verbunden und bleiben so bei einem Sturz an ihrem Platz. Während der Fahrt ist der Rücken gegen Zugluft geschützt, außerdem kann bei Bedarf die Jacke leicht ausgezogen werden.
Bei einigen Zweiteilern ist das Beinkleid als Latzhose ausgeführt, die am Vorder- und Rückenteil weit hinaufreicht. Die Jacke ist unterschiedlich lang und kann per Reißverschluss mit der Hose verbunden werden. Da diese Form bei kühleren Temperaturen zusätzlich warm hält, wird sie von einigen Fahrern bevorzugt.

Einteilige Anzüge, die aus dem Rennsport kommen, sollten wie eine zweite Haut sitzen. Meist ist ihre Form auf eine renngerechte Sitzhaltung zugeschnitten. Zu Problemen mit der Passform einteiliger Anzüge kann die aufrechte Haltung auf einer Tourenmaschine führen. Nachteile hat der Einteiler im Alltag: Das Oberteil kann zwar abgestreift werden, „baumelt“ dann aber über dem Hinterteil.

Eine Anprobe im Geschäft ist in jedem Fall empfehlenswert! Unter Umständen ist eine Maßanfertigung die bessere Lösung, denn Konfektionsgrößen können nicht für jeden passen; dabei sollten die Maße von einem Fachmann abgenommen werden. Wichtig ist auch der Service über den Kauf hinaus, etwa wenn Reparaturen oder Änderungen notwendig werden.
 

Regenüberzug

Wer keinen wasserdichten Motorradanzug besitzt, braucht einen Regenkombi und sollte diesen stets mit sich führen. Die Auswahl ist hier groß: von der dünnen Plastikhaut bis zu wattierten Kälteschutzanzügen.

Seine Farbe soll auffällig und auch bei trübem Wetter gut sichtbar sein!

Der Regenkombi wird immer über der eigentlichen Schutzkleidung getragen und muss absolut dicht sein (geschweißte Nähte, abgedeckte Reißverschlüsse, Kragen verstellbar).
 

Unterwäsche

Klamme, durchschwitzte, feuchte Leibwäsche ist nicht nur im Hinblick auf den Tragekomfort zu vermeiden; viel mehr sind es gesundheitliche Aspekte die es auch hier zu beachten gilt.
Es gilt: Wer sich nicht wohl fühlt, ist unaufmerksam, abgelenkt und kann leicht in gefährliche Situationen geraten!

Für die Gesundheit ist die Wahl der richtigen Unterwäsche wichtig. Baumwolle auf der Haut kann den Schweiß nicht wegtransportieren, besser geeignet ist Sport- oder Skiunterwäsche. Das richtige Unterzeug fungiert auch als weiche Verschiebeschicht zwischen Kombi und Haut und sorgt so für Schutz vor Abriebverletzungen.

Gegen Auskühlung hilft das „Zwiebel-Prinzip", da mit mehreren Kleidungsschichten auf Temperaturveränderungen sehr gut reagiert werden kann.
 

Größe / Passform

Enge Ärmel, dürfen sich nicht zurückschieben oder umkrempeln lassen. Falls es sich um Jacke und Hose handelt, sollten diese sich fest verbinden lassen (Keine Druckknöpfe!), wer ab und zu nur mit Jacke fährt, sollte auf einen Gürtel unten achten, der die Jacke am Hochrutschen hindert.

Schutzkleidung sollte eher eng als zu weit sein. Zu weite Klamotten werden aufgeblasen wie Luftballons und beeinträchtigen das Fahrverhalten. Es ist dann auch möglich das z.B. Protektoren nicht mehr da sind wo sie sein sollen.
 

Tipps zur Lederpflege

  • Lederbekleidung nach Gebrauch stets gut auslüften.
  • Getragenes Leder nicht in luftdichten Plastiksäcken lagern.
  • Leder niemals mit harten Lösungsmitteln behandeln!
  • Leder nicht chemisch reinigen.
  • Nasses Leder bei Zimmertemperatur und guter Belüftung trocknen lassen, keiner intensiven Hitze aussetzen!
  • Metall-Reißverschlüsse mit Kerzenwachs oder Bleistiftmine gängig machen.
  • Kunststoff-Reißverschlüsse sind wartungsfrei.
 

Lederpflege

Narbenleder
Verschmutzungen mit einer weichen Bürste entfernen, danach Bekleidung mit Lederlotion abreiben.

Bei sehr starker Verschmutzung die Bekleidung mit einem Schwamm und möglichst wenig Wasser abwaschen, evtl. Lederwaschseife verwenden. Mit einem Tuch abtupfen.
Trockene Lederbekleidung, besonders die Nahtstellen, gut fetten. Das Fett einwirken lassen und Rückstände abwischen. Bewährt hat sich dabei insbesonders Lederöl, welches tief einzieht und damit das Leder reinigt, imprägniert und weich hält.

Nubuk- und Velourleder (Wildleder)
Diese Lederarten dürfen auf Grund ihrer empfindlichen Oberfläche nicht mit Öl oder Fett gereinigt werden. Hier beschränkt sich die Pflege auf das Abbürsten bzw. Abradieren.
Zum Abbürsten eignet sich z.B. eine Handwaschbürste.
Ein farbloser Radiergummi ist zum Abradieren geeignet.
Exponierte Stellen behandelt man am besten mit Haarspray, welches einen Schutzfilm über die strapazierten Stellen legt.

Die Frage Lederfett/Lederwachs ist im Prinzip einfach beantwortet:
Wenn jemand Wachs auftragen will, muss er eben vor dem Fetten dafür sorgen, dass das Wachs wieder gründlich entfernt wird.

Fett pflegt das Leder. Regelmäßig gepflegt, bleibt es flexibel und halbwegs spritzwasserfest. Mehr als zwei Schichten sollte man aber nicht auftragen, weil dann das Leder zu weich wird. Insbesondere nach jedem Regen sollte das Leder trocknen und eingefettet werden.

Wachs dichtet das Leder ab, und schützt es so vor Wasser und Schmutz. Auf Dauer trocknet aber das Leder darunter aus. Wachs ist halt bequemer und riecht besser.

Nähte dichten
Wie bekommt man Nähte an Jacken, Hosen und Stiefeln (aus Leder) dicht?

Diese Methode hat sich schon an Stiefeln bewährt, es soll sich dabei sogar um einen alten Bundeswehrtrick handeln:
Man schmiert die Naht dick(!) (nicht sparen, ruhig 2 mm auftragen) mit ganz normalem Lederfett ein (da tut's sogar das ganz billige von Louis). Danach das Fett mit einem Feuerzeug erwärmen (Vorsicht, nicht das Leder ankokeln), bis es flüssig wird und in die Naht hineinkriecht. Wenn das Fett anschließend wieder kalt wird, verharzt es und die Naht ist nahezu hundertprozentig wasserdicht.

Leder selber waschen?
Der Fachmann sagt ja: Alle Lederarten sind waschbar. Auf die Frage, ob auch in der Waschmaschine möglich? antwortete er ohne mit der Wimper zu zucken mit Ja! Sogar Felle sind waschbar, aber Vorsicht, hier muss auf die Gerbart geachtet werden.

Welcher Motorradfahrer wäscht seine Lederbekleidung in der Waschmaschine? – Eigentlich Keiner! Aber es geht mit einem Leder-Waschkonzentrat. Es riecht angenehm nach Kokosflocken. Zuhause die alte Kombi aus dem Keller und ab in die Waschmaschine. 40 Grad - Schongang. Fliegenleichen, Schmutz und Flecken bleiben im Wasser. Das Leder ist sauber und nass. Es dauerte dann ca. eine Woche bis es vollständig trocken ist (im 30 C -Trockner geht's schneller). Anschließend wird es mit dem zum Programm passenden Leder-Öl eingerieben. Dadurch wird es wunderbar weich und geschmeidig. Bei Wildleder sollte man das Fixativ zum Fixieren der Farbe benutzen, denn sonst verliert das Leder zu viel Farbe. Das Wildleder muss nach dem Trocknen gebürstet, oder im kalten Trockner getrocknet werden, damit der Strich wieder zu sehen ist.

Schaust Du hier: www.laurazanello.de/service/leder-pflege.html
Das Produkt ist frei von Konservierungsstoffen, Phosphaten, Pärboraten, Farbstoffen, Bleichmitteln, Enzymen. Es enthält natürliche Öle und Seifen. Der Hersteller unterhält ein Info- und Beratungstelefon für weitere Einzelheiten.
 

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Letzte Änderung

Letzte Änderung am 19.11.2017