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Zubereitung

Teezubereitung und regionale Varianten

Tee-Zubereitung
Bei der Zubereitung des Teegetränks gibt es regional sehr verschiedene Varianten, die deutliche geschmackliche Unterschiede erzeugen. Welche Methode bevorzugt wird, hängt von der verfügbaren Form des Tees und den mit Handel oder Herstellung verbreiteten traditionellen Gewohnheiten und geschmacklichen Vorlieben der Bevölkerung ab.

Ähnlich wie bei Kakao und Kaffee wurden in Kontinentaleuropa oft die Gewohnheiten der Nationen übernommen, die den Ausgangsstoff in den Handel brachten. Beim Tee wird in West- und Mitteleuropa fast ausschließlich die sogenannte englische Zubereitung verwendet, eine Methode, die während der britischen Kolonialzeit gemeinsam mit dem gehandelten Tee verbreitet wurde. In Süd- und Osteuropa treten orientalische Einflüsse hinzu oder lösen die englische Zubereitung ab. In ehemaligen Kolonialländern, inklusive Nordamerika ist die englische Zubereitung ebenfalls verbreitet.

Kulturen ohne koloniale Vergangenheit oder mit eigenem Teeanbau haben in der Regel eigenständige Zubereitungsformen.
 

Grüner Tee verwöhnt die Sinne

Sicher kann uns eine Tasse Tee nicht all unsere täglichen Sorgen nehmen, aber eine kleine Auszeit von all dem Trubel und der Hektik um uns herum, kann sie uns durchaus bescheren.

Ein heißer Tee bedeutet für Teeliebhaber Entspannung und Genuss pur. Egal, ob Sie Grüntee, schwarzen Tee oder eine andere Sorte am liebsten trinken: Die richtige Zubereitung spielt für den Teegenuss eine wichtige Rolle.

Unterschiedliche Tees für jede Situation und Tageszeit: Morgens mit Schwung in den Tag kommen, mittags ein gemütlicher Plausch beim Tee oder um abends die Ruhe zu genießen und die Ereignisse des Tages langsam hinter sich zu lassen.
 

Brühvorgang

Kräftige Schwarztees werden fast immer mit sprudelnd siedendem Wasser aufgegossen; bei Grüntees und halbfermentierten Tees sowie feinen Schwarztees (First Flush Darjeelings etwa) können Temperaturen von 65 bis 90 °C bevorzugt werden, was die Inhaltsstoffe und den Geschmack besser erhält. Manche japanischen Grüntees werden mit nur 50° und auch darunter aufgebrüht.

Die Ziehdauer, während der die Teeblätter im Wasser verbleiben sollen, lässt sich nicht einheitlich angeben und liegt sortenabhängig in einem Bereich zwischen 20 Sekunden und 5 Minuten. Je nach Dauer wirkt der Tee unterschiedlich stark anregend, wobei es verschiedene Theorien zur ziehzeitabhängigen Wirkung auf den Menschen gibt.

Soll der Tee stark anregend sein, können kurzzeitige Brühungen mit vielen Teeblättern verwendet werden. Die typischen starken Frühstücksmischungen mit geringer Blattgröße (große Oberfläche) sind auf diese Verwendung ausgelegt.
 

Zubereitungsvarianten

Grüner Tee wird meist pur getrunken, eine bekannte Ausnahme ist der marokkanische Pfefferminztee auf der Basis von grünem Gunpowder, dem reichlich Zucker zugesetzt wird.

Zum Schwarztee werden in verschiedenen Regionen traditionell verschiedene Zusätze in den Tee gegeben, so in England und Indien Milch (besonders bei aromatisierten Tees wie Earl Grey oder indischer Chai), in Ostfriesland Sahne, in der Mongolei und Tibet Butter, in Russland und Georgien auch Marmelade, Gelees oder in Sirup eingelegte Früchte.

Die ursprünglich aus Russland stammende Zugabe von Zitrone oder Zitronenschale wird auch von einigen Teetrinkern in Westeuropa geschätzt. Am weitesten verbreitet ist die Zugabe der Süßungsmittel Zucker und Honig. Weißer Kandiszucker oder brauner Rohrzucker, auch brauner Kandis gelten als besonders geeignet. Letztere werden hauptsächlich für Kräutertee oder aromatisierten Tee benutzt.

Mit der in der Türkei gebräuchlichen zweiteiligen Teekanne (Caydanlik) kann der Tee je nach Geschmack als dünner oder starker Tee serviert werden.

In Deutschland bildete sich nur in Ostfriesland eine eigene Teekultur. Hier trinkt man traditionell starken Tee (vor allem den in Ostfriesland abgefüllten Ostfriesentee) mit flüssiger Sahne sowie Kluntjes. Traditionell wird dieser nicht umgerührt, so dass der Geschmack sich von bitter bis süß-sahnig ändert.
 

Wasserhärte

Allgemein wird weiches Wasser bevorzugt. Bei den heutigen hohen  Wasserstandards kann in Deutschland fast überall Leitungswasser verwendet  werden.

Bei Beeinträchtigungen durch Kalk oder Chlor kommen mitunter Wasserfilter  zum Einsatz. Mit gefiltertem Wasser zubereiteter Tee schmeckt merklich besser. Neben der Verwendung von gefiltertem Wasser können aber noch weitere Faktoren den Teegeschmack verbessern.

Warum Kalk im Wasser den Tee-Genuss stört
Tee besteht zu 99 Prozent aus Wasser. Daher ist es wenig verwunderlich, dass die Qualität eines Tees entscheidend durch das Wasser beeinflusst wird. Mit dem falschen Wasser können Schlieren an der Oberfläche, Trübungen und Ablagerungen in der Tasse entstehen – der Tee wirkt unansehnlich und unappetitlich.

Und nicht nur die Optik des Tees leidet: Auch Geschmack und Geruch werden beeinträchtigt – der Teegenuss ist im wahrsten Sinne des Wortes getrübt. Ursache dafür ist meist Kalk, der im Leitungswasser vorkommen kann.

Warum ist kalkhaltiges Wasser für Tee nicht gut geeignet?
In Deutschland ist die Qualität des Leitungswassers gut, denn unser Trinkwasser unterliegt strengen Kontrollen. Doch nicht jedes Wasser ist für jede Anwendung geeignet: Je nachdem welche Stoffe im Wasser gelöst sind, reagieren diese unterschiedlich mit anderen Stoffen. So zum Beispiel mit den Inhaltsstoffen von Tee.

In vielen Haushalten ist das Leitungswasser sehr kalkhaltig. Man spricht dann von "hartem Wasser" oder einer hohen Karbonathärte. Kalk im Wasser – in der Fachsprache als Magnesium- oder Calciumcarbonat bezeichnet – ist nicht ungesund, doch er hat einige störende Nebeneffekte.

Einerseits führt kalkhaltiges Wasser dazu, dass Küchengeräte, wie ein Wasserkocher, verkalken oder sich unschöne Kalkflecken auf den Gläsern bilden. Andererseits kann kalkhaltiges Wasser auch die Lebensmittel beeinträchtigen, die damit zubereitet werden.

Im Falle von Tee führt hartes Wasser zu einer Veränderung des Geruchs und Geschmacks. Wird Tee mit kalkhaltigem Wasser zubereitet, können sich die Aromen nicht voll entfalten. Es entstehen sogar optische Veränderungen, die man mit bloßem Auge sehen kann.

Wird Tee mit kalkhaltigem Wasser zubereitet, kommt es zu unschönen Effekten, die besonders gut sichtbar werden, wenn der Tee längere Zeit steht. Zu diesen Effekten zählen:
  • Schlieren an der Oberfläche
  • eine trübe oder dunkle Färbung
  • weiße Kalk-Flocken, die im Tee schwimmen
  • fleckige Ablagerungen an der Innenseite der Tasse
Die Schlieren werden auch als Teehaut oder Teestein bezeichnet. Dabei handelt es sich um einen dünnen Film, der entsteht, wenn die sogenannten Polyphenole – wie zum Beispiel Gerbstoffe – des Tees mit den Calcium- und Magnesium-Ionen, die in hartem Wasser enthalten sind, eine Verbindung eingehen. Weitere Bestandteile dieses Schleiers sind ätherische Öle und andere Substanzen, die im Tee vorkommen.

So beeinflusst Kalk den Geschmack von Tee
Kalkhaltiges Wasser führt nicht nur zu optischen Beeinträchtigungen des Tees, auch Geruch und Geschmack werden negativ beeinflusst: Während Tee aus weichem Wasser aromatisch riecht und sein Duft oft den gesamten Raum erfüllt, riecht Tee aus hartem Wasser oftmals weniger intensiv und auch weniger facettenreich.

Darüber hinaus schmeckt Tee aus kalkhaltigem Wasser nicht so gut – man empfindet ihn häufig als einseitig und flach, manchmal sogar bitter. Das liegt daran, dass der Kalk die Entfaltung der Aromastoffe so beeinflusst, dass feine Geschmacksnoten nicht richtig zur Geltung kommen können.

Insbesondere Zitrusaromen und andere fruchtige oder blumige Geschmacksrichtungen verlieren in hartem Wasser an Intensität und können einfach untergehen.

Guter Tee braucht weiches Wasser
Wer guten Tee zubereiten möchte, sollte dafür weiches Wasser verwenden. Nur wenn das Teewasser weich ist und keine geschmacksstörenden Stoffe enthält, können die feinen Geschmacksnuancen voll zur Geltung kommen.

Wasser ohne Kalk unterstützt die Aromaentwicklung und sorgt für ein ausgewogenes Geschmackserlebnis durch ein harmonisches Miteinander der Geschmackskomponenten – die besten Voraussetzungen für guten Teegeschmack.

Auch im optischen Vergleich ist der Unterschied zwischen einem Tee, der mit weichem Wasser aufgebrüht wurde, und einem Tee aus hartem Wasser deutlich zu erkennen: Eine klare, brillante Farbe ohne Trübung oder Schlieren lässt Tee aus weichem Wasser deutlich ansprechender aussehen.


 

Dosierung

Bei der englischen Zubereitung wird vergleichsweise weniger Teeblatt verwendet als bei vielen anderen Zubereitungsformen. Der Tee wird dabei gut ausgenutzt. Nur die Verwendung von Teestäuben ist effizienter. Allgemein kann pro Tasse ungefähr mit zwei Gramm Teeblättern gerechnet werden, bei Schwarztee ist das etwa ein Teelöffel, der als ungefähres Volumenmaß hier seinen Namen erhielt.

Die ideale Menge hängt von der verwendeten Teesorte, vom Wasser, vom Erntejahr des Tees und vom persönlichen Geschmack ab.
 

Der Tee und die Entspannung

"Man trinkt Tee, um den Lärm der Welt zu vergessen"… Und tatsächlich gibt einem eine Tasse Tee das Gefühl der Entspannung und des Wohlfühlens. Auf andere Gedanken kommen, abschalten und sich mit einer dampfenden Tasse Tee ein gemütliches Plätzchen suchen oder mit einem erfrischenden lauwarmen Tee in der warmen Jahreszeit auf die Terrasse setzen und die Seele baumeln lassen.

Tee ist für viele Menschen so was wie eine Anti-Stress Therapie, denn tatsächlich scheinen Teetrinker irgendwie weniger hektisch oder impulsiv zu sein und ruhen mehr in sich selbst.
 

Brackel

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Letzte Änderung

Letzte Änderung am 26.12.2020