Rheinhessen
Als Hauptrebsorte hat der Müller-Thurgau mit 23 Prozent den früher vorherrschenden Silvaner abgelöst. Dessen blumig duftenden Weine sind mild und werden deshalb als typisch rheinhessisch geschätzt.
Der Silvaner ist heute nur noch mit ca. 13 Prozent am Rebsortiment beteiligt. Die Silvaner sind blumig, süffig, mild und bekömmlich.
Heutzutage wird zunehmend die Scheurebe angebaut, angeblich eine Kreuzung zwischen Silvaner und Riesling. Gemäß Ende der 1990er-Jahre durchgeführten DNA-Analysen war zwar der Riesling als Vater, jedoch als Mutter eine unbekannte Wildrebe beteiligt.
Die Neuzüchtungen Bacchus (8 Prozent) und Kerner (8,5 Prozent) haben in den letzten Jahren den Riesling überrundet und erfreuen sich steigender Beliebtheit. Stand der Riesling 1975 noch an 4. Stelle, so muß er sich heute mit einem 6. Platz begnügen. Schuld daran sind seine hohen Ansprüche an die Lage und Bodenbeschaffenheit.
Erwähnenswert, wenn auch nur in geringer Menge vorhanden, sind die Rotweine von der Rotweininsel um Ingelheim. Der dort angebaute Spätburgunder kommt gleich hinter dem Portugieser.