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Die skurrilsten Verkehrsregeln im Ausland

Wo ist zu schnelles Fahren am teuersten?

Die Tachonadel sollte man ja immer im Blick haben, egal, in welchem Land man unterwegs ist. In manchen Ländern gelten jedoch drakonische Strafen für Schnellfahrer.
 
Tief in die Tasche greifen muss man beispielsweise in Norwegen, wenn man die Höchstgeschwindigkeit etwa um 20 km/h überschreitet. Hier drohen Bußgelder ab 375 Euro. Teuer wird die Überschreitung auch in Italien (ab 170 Euro), in der Schweiz (ab 155 Euro) und in Großbritannien (ab 115 Euro).
 
Bußgeldkatalog und Bußgeldrechner für alle europäischen Länder bietet der ADAC.
 
Quelle: Welt
 

Wie viel Promille sind erlaubt?

Bei Alkoholsündern kennt die Polizei keine Gnade. In den meisten europäischen Ländern liegt die Promillegrenze bei 0,5, so auch in Italien, Frankreich, Österreich und der Schweiz.
 
Am strengsten sind die Regelungen in Tschechien und Ungarn, hier gilt die 0,0-Promille-Grenze. Bereits bei geringem Alkoholkonsum drohen in Tschechien Geldstrafen ab 100 Euro, in Ungarn bis zu 970 Euro.
 
In besonders schweren Fällen kann in Italien sogar das Fahrzeug konfisziert werden. Erwischt die Polizei dort einen Fahrer mit 1,5 Promille, kann das Auto oder Motorrad beschlagnahmt und zwangsversteigert werden – allerdings nur, wenn der Verursacher auch der Halter des Fahrzeugs ist.
 
In Dänemark geht man ähnlich vor: Wer dort mit mehr als zwei Promille am Steuer erwischt wird, ist den Führerschein und unter Umständen auch das Fahrzeug los. Das kann versteigert werden, das Geld fließt in die Staatskasse. Das gilt übrigens auch, wenn dem Fahrer das Auto gar nicht gehört.
 

Andere Länder, andere Verkehrsregeln

Bosnien-Herzegowina: Fahranfänger unter 23 Jahren, die ihren Führerschein noch nicht länger als ein Jahr haben, müssen zwischen 23 Uhr und 5 Uhr das Auto stehen lassen. Für die Heimfahrt nach der Disco muss man sich also entweder etwas erfahrenere Freunde suchen oder eben bis 5 Uhr durchhalten. Wichtig ist in Bosnien-Herzegowina auch, dass immer ein Abschleppseil und Ersatzglühlampen im Auto liegen.
 
Dänemark: In Deutschland lernt man in der Fahrschule, dass man vorm Losfahren einmal ums Auto herumgehen sollte, um sich zu vergewissern, dass alles in Ordnung ist. In Dänemark gehört es zu den Verkehrspflichten, dass man vor der Fahrt unters Auto schaut. Es könnte ja sein, dass darunter jemand liegt und ein Nickerchen hält.
 
Griechenland: Im Urlaub vergisst man ja gern mal die Zeit. Wenn man in Griechenland unterwegs ist, sollte man zumindest immer das aktuelle Datum wissen. Denn die Halteverbotsschilder mit nur einer senkrechten Linie gelten an ungeraden Tagen, die mit zwei senkrechten Linien an geraden Tagen.
 
Norwegen: Rauchen am Steuer ist mittlerweile in vielen Ländern verboten (unter anderem in Großbritannien, Irland, Griechenland, Italien, Frankreich und Österreich) – allerdings gilt dieses Verbot nur, wenn Kinder oder Minderjährige mit im Auto sitzen. Norwegen ist seit einigen Jahren das Land mit der strengsten Anti-Rauch-Verordnung: Rauchen im Auto ist innerhalb von Ortschaften verboten – ganz unabhängig, ob Kinder an Bord sind.
 
Österreich: In manchen Ländern, beispielsweise in Estland oder Lettland, sollte man laut AvD bei einem Unfall immer die Polizei benachrichtigen. In Österreich ist das anders: Wenn man dort bei einem Unfall mit reinem Sachschaden die Polizei verständigt, obwohl alle Beteiligten die notwendigen Daten untereinander hätten austauschen können, muss die meldende Person eine "Blaulichtsteuer" entrichten, eine Unfallmeldegebühr in Höhe von 36 Euro.
 
Slowenien: Wer in Slowenien den Rückwärtsgang einlegt, muss den Warnblinker einschalten. Und wer vergisst, das Licht einzuschalten (auch tagsüber Pflicht), muss stolze 125 Euro zahlen.
 
Türkei: Wer in die Türkei einreist, muss eine Gebühr (bis zu zehn Euro) für die Desinfektion seines Autos zahlen. Damit soll verhindert werden, dass Ausländer Krankheitserreger ins Land schleppen.
 

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Letzte Änderung am 10.07.2018