Bei Brigitte und Walter
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Expertentipps für Hund und Umwelt

Reinigung und Pflege von Hund und Fell

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Fast jeder Hund ist ein Dreckspatz. Er bringt Schmutz ins Haus, sein Fell benötigt Pflege, und wenn er sich entleert, besteht für unsereins Sammelpflicht. Wir Halter wissen das, doch haben wir uns auch optimal darauf eingestellt? Kennen wir alle Pflegetricks und -kniffe, alle Hilfsmittel und praktische Produkte rund um unsere geliebten Zotteltiere?

Informationen von DOGS-Magazin
 
  • Das Hundefell

  • Glanz für jeden Haartyp

  • Haut und Haar

  • Sauberkeit

  • Ein Vollbad

  • Inkontinenz

  • Räumkommando

 

Die richtige Fellpflege

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Es schützt vor Nässe, Kälte, Hitze und Verletzungen - wer das Fell seines Hundes regelmäßig richtig pflegt, hilft, diese Funktionen dauerhaft zu erfüllen.

Kaniden pflegen einander im Rudel. Die sogenannte "Sozialpflege" fördert die Beziehungen zwischen den Tieren. Das Gleiche gilt für Mensch und Hund. Zudem bietet das regelmäßige Bürsten und Striegeln dem Halter die Möglichkeit, seinen Zögling genau unter die Lupe zu nehmen. Kleinere Verletzungen zum Beispiel an den Pfoten, oder ein Zeckenbefall an Stellen, die schwer zugänglich sind, lassen sich so erkennen und behandeln. Doch nicht alle Hunde mögen es, gründlich gepflegt zu werden. Die zappeligen Kandidaten machen die Angelegenheit zum nervigen Geduldsspiel. Deshalb ist es wichtig, den jungen Hund rechtzeitig an dieses Ritual zu gewöhnen.

Die Fellpflege erfüllt jedoch weitere wichtige Funktionen. Zunächst geht es darum, das Fell zu reinigen und von lästigen Parasiten zu befreien. Verknotungen und Verfilzungen werden heraus gebürstet, abgestorbene, lose Haare entfernt. Beim Bürsten wird die Haut außerdem massiert und durchblutet. So werden die Talgdrüsen angeregt, sie produzieren schützendes Fett, das Haarkleid wird glänzend und weich. Nach dieser Behandlung kann die Haut wieder atmen, das Fell wächst gleichmäßig und dick nach.

Wichtig ist, dass nicht nur die Flanken und der Rücken des Hundes gepflegt werden. Gerade an den eher unzugänglichen Stellen neigt das Hundefell nämlich zum Verdrecken und Verfilzen. Hals, Beine, Bauch und der Genitalbereich erfordern daher besondere Aufmerksamkeit und Pflege.
 

Haarausfall

Die meisten Hunde verlieren Haare im Frühjahr und im Herbst. Dieser Vorgang kann vier bis acht Wochen dauern, sollte jedoch irgendwann abgeschlossen sein. Bei Hündinnen kann es zusätzlich zu zyklusbedingtem Haarverlust kommen. Sollte Ihr Vierbeiner auffällig viel haaren, konsultieren Sie den Tierarzt. Auch Haarkrankheiten, hormonelle Störungen, Allergien oder Futterunverträglichkeiten können zu krankhaftem Haarverlust führen.
 

Die richtige Behandlung für jeden Haartyp

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Wussten Sie, dass ein verfilztes Hundefell den idealen Schutzraum für Parasiten wie Flöhe, Zecken und Milben bildet? Damit es nicht soweit kommt, nennt die Groomerin Kristine Schirmer die richtige Pflege für jede Fellart.

Das Fell muss gebürstet, gekämmt und gestriegelt werden. Bei manchen Hunderassen ist auch das Trimmen notwendig.
 
Fellart Rassebeispiele Werkzeuge & Hilfsmittel Pflege-Intensität Kosten im Hundesalon
Langstockhaar,
langes Deckhaar,
weiches Unterfell
Golden Retriever, Australien
Shepherd, Münsterländer,
Deutscher Schäferhund
Kamm, Bürste mit
Kunststoffzinken,
Striegel
mitteltäglich auskämmen, überschüssiges
Unterfell muss regelmäßig mit einem Spezialkamm
herausgearbeitet werden
etwa 60 bis 110 Euro
Drahthaar/
Rauhaar mit
dichtem, kurzem
Unterfell
Airedaleterrier,
Jack Russell Terrier,
Irish Terrier, Foxterrier,
Rauhaardackel
offizielle Gummihandschuhe
und/oder Trimmmesser,
Bürste und Striegel für die
Unterwolle
mittel
Alle drei bis sechs Monate muss getrimmt
werden. Drahthaar wächst in verschiedenen Etappen und
stirbt bei einer gewissen Länge ab. Die abgestorbenen
Haare werden beim Zupfen herausgezogen
etwa 40 bis 60 Euro
einfaches Fell
ohne Unterfell
Pudel
Kerry Blue Terrier
Schere oder
Schermaschine, Kamm,
Bürste, Striegel
intensiv Diese Hunde müssen regelmäßig geschoren werden.
Das Fell muss regelmäßig durchgekämmt und gewaschen
werden, da es verfilzen kann.
etwa 40 bis 70 Euro
langes Fell
ohne Fellwechsel
Yorkshireterrier, Shih Tzu,
Malteser, Havaneser,
Irish Soft Coated Wheaten
Terrier, Bologneser
Schere oder Schermaschine,
Kamm,
Bürste, Striegel
intensiv
täglich gut durch bürsten,
um ein verfilzen zu vermeiden,
regelmäßig waschen und scheren
etwa 40 bis 60 Euro
Kurzstockhaar,
kurzes Fell,
wenig Unterfell
Boxer, Dalmatiner,
Kurzhaardackel,
Jack Russell Terrier
Bürste und Striegel gering
einmal pro Woche bürsten und striegeln
etwa 40 bis 70 Euro
Zottelfell,
rassebedingt
verfilztes Fell mit
langem Unterfell
Ungarischer Puli,
Komondor
Frotteetücher,
Schere oder Schermaschine
intensivZottelfell regelmäßig mit einem
trockenen Tuch reinigen, den Genitalbereich
regelmäßig scheren
etwa 60 bis 110 Euro
inkl. Waschen und Fönen
Langes Fell, teils
lockig, Unterwolle
wächst mit
Briard, Bearded Collie,
Tibet Terrier
Drahtbürste und Striegel
für die
Unterwolle, Schere
intensivkräftig bürsten und Unterwolle herausarbeiten,
eventuell profil mit der Schere von Hand
schärfen
etwa 50 bis 110 Euro
 

Die Pflege von Haut und Haar

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Romeo

Bei Hunden unterscheidet man zwischen Woll- und Deckhaar. Nicht nur während des Fellwechsels ist Trimmen bei manchen Hunderassen sinnvoll.

Das sogenannte Grannenhaar bildet das Deckhaar des Hundes. Es ist lang, steif und schwach gebogen. Das Wollhaar bildet das Unterfell. Es ist kurz, dünn, biegsam und gewellt. Beide Haartypen wachsen gemeinsam aus einem Haarbalgtrichter heraus, wobei ein Grannenhaar jeweils von 6 bis 12 Wollhaaren umgeben ist. Die kurzen Wollhaare werden vom Deckhaar überlagert. Nur bei wenigen Rassen wie Puli oder Komondor werden sie länger als das Deckhaar und bilden ein verfilztes Wollfell.
 

Der Fellwechsel

Jedes Hundehaar hat seinen eigenen Lebenszyklus. Während seines sechs- bis achtwöchigen Wachstums wird es von der Haarwurzel aus mit Nährstoffen versorgt. Die meisten Hunde durchlaufen im Frühjahr und Herbst einen Fellwechsel, der von Tageslichtdauer und Temperatur beeinflusst wird. Hündinnen haaren häufig vor der Läufigkeit, kastrierte Hunde auch während des ganzen Jahres.

Der Fellwechsel dauert etwa sechs bis acht Wochen. Im Frühjahr verlieren die meisten Tiere deutlich mehr Haare, da das Winterfell dichter ist. Bei einigen Rassen befindet sich das Haar permanent in der Wachstumsphase, ein Fellwechsel unterbleibt daher. Diese Tiere haaren somit deutlich weniger oder gar nicht. Ihr Fell muss geschoren oder getrimmt werden (z. B. beim Pudel).
 

Das Trimmen

Bei manchen Hunderassen reicht die normale Fellpflege mit Bürste und Striegel nicht aus. Das gilt vor allem für Terrier-Rassen wie den Airedale, Irish und Fox. Der normale Fellwechsel wurde herausgezüchtet, um sie das ganze Jahr über als Jagdhunde einsetzen zu können. Dennoch muss das abgestorbene Deckhaar entfernt werden, um die Entstehung von Hautreizungen und Ekzemen zu vermeiden und das Wachstum des Fells anzuregen. Dies geschieht beim Trimmen, dem Auszupfen der Haare aus dem Fell.

Das Trimmen wird mit den Fingern oder mit einem Trimmmesser vorgenommen und erfordert Übung. Anschließend wird der Hund noch einmal gestriegelt und gebürstet. Der Vorgang muss alle drei bis sechs Monate ausgeführt werden. TIPP: Das Trimmwerkzeug "Fur Buster bamboo" (ca. 28 Euro) ist für Anfänger geeignet.
 

Die richtige Bürste

Ein Fellpflegeset besteht aus Bürste, Kamm und Striegel. Es gibt weiche und harte Bürsten, Borsten aus Kunststoff oder Metall, feine und grobe Kämme. Striegel aus Gummi oder Kunststoff und jede Menge Mischformen. Welche Produkte für Ihr Tier am besten sind, sollte im Fachgeschäft ausprobiert werden. TIPP: Große Auswahl an Hundebürsten bieten Hunter und Trixie.
 

Parasiten-Prävention

Flöhe und Zecken: Zur Abwehr von Zecken und Flöhen gibt es unterschiedliche Methoden. Ein Floh- oder Zeckenhalsband schützt zuverlässig. Allerdings muss der Hund das Halsband permanent tragen. Das Fell wird auf diese Weise ständig mit dem Wirkstoff versorgt. Sogenannte Spot-on-Produkte werden direkt auf die Haut aufgetragen und entfalten anschließend eine Depotwirkung, die vier bis acht Wochen Schutz bietet. Beispiele "Advantix" von Bayer, ab 8 Euro pro Anwendung, oder Scalibor Protectorband" von Intervet, um 15 Euro.

Weitere Information zu Zecken und Flöhen gibt es hier

Milben: Milbenbefall äußert sich in Veränderungen der Haut und des Haarkleides (Haarausfall). Entzündete Augenlider, verkrustete Ohren und kahle Stellen im Fell können Anzeichen von Milbenbefall sein. Unbehandelt führten Milbeninfektionen zu Räude oder Krätze. Bei Anzeichen ist sofort der Tierarzt aufzusuchen. Moderne Spot-on-Präparate führen meist zur baldigen Beseitigung der Parasiten.

Würmer: Hunde schnuppern und lecken an allem herum. Dabei können jederzeit Wurmeier in den Organismus gelangen und sich dort weiterentwickeln. Jeder Hund sollte daher drei- bis viermal pro Jahr entwurmt werden.

Weitere Informationen zu Hauterkrankungen gibt es hier
 

Sauberkeit is alles

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Regennass ins Haus gestürmt, mit schlammigen Pfoten über den Teppich getapst und drinnen prompt geschüttelt? Wie man Schmutzprobleme löst.

Pflegeleichte Böden heißt das Zauberwort. Denn strapazierfähiges Parkett und geflieste Flächen sind am besten sauber zu halten. Vorsicht ist allerdings bei Parkett aus Weichholz geboten, dort hinterlassen Krallen nämlich hässliche Kratzer. Je dicker und heller hingegen der Teppichboden, desto problematischer wird die Reinigungsprozedur. Besonders anspruchsvoll: Bodenbeläge aus künstlichen Fasern. Hier krallen sich Haare regelrecht fest, das liegt an der speziellen Struktur und an der elektrostatischen Aufladung. Wenn es also unbedingt ein Teppich sein soll, dann besser aus Wolle.

Bei den Möbeln haben sich Bezüge aus Leder oder Kunstleder bewährt. Sie sind feucht abwischbar und die Hundehaare haben keine Chance sich festzusetzen. Das Gleiche gilt für die Polsterung im Auto.

TIPP: Reinigen Sie die verschmutzten Pfötchen direkt nach der Gassirunde mit einem Hundehandtuch, zum Beispiel mit integrierten Taschen und Schlaufen. Swirl, um 9 Euro. Praktisch sind auch feuchte Pfotentücher aus Vlies in einer wiederverschließbaren Verpackung, um 3 Euro, von Swirl.
 

Wie halte ich Körbchen und Plätze sauber?

Beim Kauf sollte man von vornherein darauf achten, dass alle Bestandteile des Körbchens waschmaschinengeeignet sind. So können verdreckte Kissen mühelos wieder gereinigt werden. Lose Haare mit dem Staubsauger entfernen. Hin und wieder sollten die Lagerstätten der Lieblinge mit einer Sprühdesinfektionslösung behandelt werden, um dem Ansiedeln von Milben und Bakterien entgegenzuwirken.
 

Wie können üble Gerüche vertrieben werden?

Raumluftverbesserer beseitigen nicht die Ursache, sie überlagern schlechte Gerüche mit Duftstoffen. Sie ersparen also nicht die Mühe, ein Körbchen zu säubern. Hat sich der Hundegeruch erst einmal im Auto festgesetzt, wird es schwierig, denn die Polsterstoffe lassen sich nicht abziehen und in die Waschmaschine verfrachten. Hier helfen Absaugen, gut Lüften und Duftbäumchen mit Latschenkieferaroma.

TIPP: Tierhaare im Staubsaugerbeutel verursachen Geruch in der Abluft. Dagegen helfen Duftperlen, zum Beispiel von Swirl, um 3 Euro. Einfach aufsaugen, dann verbreiten sie frischen Geruch. Decken und Körbchen lassen sich mit Textilerfrischern zum Neutralisieren von Gerüchen beseitigen, zum Beispiel von Febreze, 500 ml um 6 Euro.
 

Gibt es Hunde, die nicht stinken?

Angeblich ja. Genannt werden von Groomern Bichon Frise, Basenji und Whippet, weil ihr Fell wohl am wenigsten Schmutz aufnimmt. Doch die Rasse spielt in puncto Geruch eine eher kleine Rolle. Es kommt viel mehr auf die Pflege, die Ernährung, das Alter und den Gesundheitszustand an.
 

Nützliche Helfer für haarige Angelegenheiten

Der Handel hält eine Reihe von Spezialprodukten zum Entfernen lästiger Hundehaare bereit. Hier eine Übersicht:

Tierhaar-Polsterdüse: kleine Spezialdüse mit flexibler Unterseite zum Absaugen von Polstern und Bezügen. Passt auf alle handelsüblichen Sauger, zum Beispiel von Swirl, um 20 Euro.

Hair-Up-Sauger: batteriebetriebener Handsauger zum Aufnehmen von Tierhaaren aus Textilien und von Möbeln, ist klein und kompakt und deshalb handlich und auch an schwer zugänglichen Stellen, von Swirl, um 28 Euro.

Tierhaar-Handschuh: Spezialhandschuh mit Samtoberfläche, entfernt Tierhaare von Polstern und Kleidung, zum Beispiel von Swirl, um 7 Euro.

Fusselroller: Tierhaarroller mit spezieller Haftung, gibt es zum Beispiel von Scotch-Brite, 56 Blätter, um 5 Euro.

Staubfangtücher: feinste Microfasern ziehen Hundehaare an und halten sie fest, zum Beispiel von Swiffer, Bodenstab plus 20 Tücher, um 20 Euro.

Tierhaar-Bodendüse: sechs Microstreifen heben Tierhaare an und führen sie zur Saugöffnung, passend für jedes Staubsaugerrohr, Swirl, ca. 25 Euro.

Roomba Pet Staubsaugerroboter: Mit den neuen vollautomatischen Staubsaugerrobotern bleiben Ihre Fußböden dauerhaft sauber, ohne dass Sie sich darum kümmern müssen. Der Roomba Pet ist mit neuartigen Auffangbehälter ausgestattet. Die hohe Saugkraft, die am Reinigungskopf des Roomba wirkt, sorgt dafür, dass eine erstaunliche Menge an Tierhaaren, Hautschuppen, Katzenstreu und Kleinteilen von den Bürsten in den Behälter gesaugt wird. zum Beispiel von iRobot, ca. 480 Euro
 

Manchmal hilft nur ein Vollbad

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Vollbad

Unsere Haustiere können sich selbst sehr gut auf natürliche Weise sauber und gesund halten. Und dennoch müssen auch die saubersten unter ihnen von Zeit zu Zeit gewaschen, gestutzt und gebürstet werden!

Nach Schlammpackung oder ausgiebigem Wälzen in Aas stinken Hunde bestialisch. Da hilft nur noch ein ausgiebiges Wannenbad oder die Dusche. So klappt es mit jedem.

Wasserfreunde wie Labrador und Portugiesischer Wasserhund kommen regelmäßig in den Genuss eines Vollbads, weil sie sich in jedes Gewässer stürzen, das die Natur zu bieten hat. Andere Hunde scheinen das kühle Nass eher mit Argusaugen zu betrachten und meiden den Kontakt wenn irgend möglich. Das ist halb so schlimm, denn aus hygienischer Sicht besteht kein Anlass, Hunde regelmäßig zu baden. Im Gegenteil, häufiger Kontakt mit Wasser und Seife schadet mehr, als er nutzt. Sollte sich das kleine Schweinchen allerdings in Dung oder Aas gewälzt haben, führt kein Weg an einem Bad vorbei.

Es gibt keine genaue Vorgabe, wie häufig Sie zur Shampooflasche greifen sollten. Wir empfehlen jedoch, Ihr Haustier nur so oft wie nötig zu baden. Mit anderen Worten: Wenn sie anfangen, etwas streng zu riechen, oder gerade in eine große Matschpfütze gesprungen sind, könnte der Zeitpunkt für ein nächstes Bad gekommen sein. Wenn Sie Ihr Haustier jedoch zu häufig baden, können sich die natürlichen Öle, die die Haut und das Fell schützen und für Glanz und Gesundheit sorgen, herauslösen.
 

So wird's gemacht

Kleine bis mittelgroße Tiere können in der normalen Badewanne gereinigt werden. Für kleine Hunde reicht oftmals auch eine Babybadewanne aus. Hilfreich ist eine rutschfeste Gummimatte, damit die Pfoten Halt finden.
  • Wenn Sie über einen Garten verfügen, wäre es gut, Ihren Hund im Freien zu waschen. Hier wird der Hund vermutlich weniger Stress empfinden als im geschlossenen Badezimmer.
  • Verwenden Sie ausschließlich Shampoos, die für Hunde geeignet sind (viel mildere Formel als für Menschen) und wählen Sie eine sensitive Variante für den Fall, dass Ihr Haustier Hautprobleme hat.
  • Prüfen Sie die Wassertemperatur, bevor Ihr Hund eintaucht, und stellen Sie sicher, dass sie weder zu heiß noch zu kalt ist.
  • Ein schöner, langer Spaziergang vor dem Bad macht Ihren Hund müde und erhöht die Chance, dass Sie selbst relativ trocken bleiben, während Sie ihn schrubben.
  • Wenn Sie mit Ihrem Haustier trainieren, geben Sie ihm ausreichend Snacks und loben Sie es vor, während und nach der Fellpflege.

Schritt 1: Beginnen Sie damit, den gesamten Hundekörper mit lauwarmem Wasser aus der Handdusche abzuspülen. Der Kopf kommt zuletzt dran. Vorsicht ist an den Augen und Ohren geboten. Sie sollten nicht direkt mit dem Wasserstrahl in Berührung kommen, sondern behutsam und ohne Seife mit einem feuchten Lappen oder Schwamm gereinigt werden.

Schritt 2: Nun das Shampoo auf den Rücken auftragen und von dort aus über die Flanken und Gliedmaßen überall ins Fell einmassieren. Wichtig ist, dass ein rückfettendes Spezialshampoo für Hunde verwendet wird (Produkttest unter www.dekotest.de)

Schritt 3: Das Ausspülen beginnt am Kopf und setzt sich über den Rücken bis zur Kruppe fort, bis das Shampoo restlos ausgewaschen ist.

Schritt 4: Nun möglichst viel Wasser vom Kopf her in Wuchsrichtung aus dem Fell streichen. Beim Abtrocknen hilft ein möglichst großes Badehandtuch, den "Wasserschaden" klein zu halten. Der Vierbeiner sollte nach dem Bad weder Kälte noch Zugluft ausgesetzt sein und in Ruhe trocknen.

Vorsicht: Manch frisch gewaschener Hund möchte sich am liebsten gleich wieder im nächsten Unrat wälzen, um seine Duftmarken wieder herzustellen.

Große Hunde sollte man grundsätzlich nur unter der Dusche reinigen, oder in einer speziellen Hundebadewanne baden, vor allem wenn sie nicht mehr ganz jung sind. Diese Wannen verfügen über einen aufklappbaren Einstieg und machen es den Tieren so leichter ein- und auszusteigen. Alternativ empfiehlt sich der Besuch eines Hundesalons. Dort übernehmen Fachkräfte die Reinigung, je nach Hundegröße zwischen 20 und 80 Euro.
 

Weniger ist mehr

Das Hundefell wird durch natürlichen Fettfilm geschützt. Tausende kleiner Talgdrüsen sondern ständig kleine Mengen Fett ab, um diese Schutzschicht zu erhalten. Das sorgt für den seidigen Glanz des Haars. Feuchtigkeit und Schmutz werden abgewiesen. Wird der Hund gebadet, löst das Shampoo einen Teil dieser Schutzschicht ab. Es dauert meist ein paar Tage, bis sich das Fell von der Prozedur erholt hat.

Häufiges Shampoonieren kann die Hautfunktion dagegen nachhaltig stören, weil der Säureschutzmantel darunter leidet. Zunächst trocknet die Haut aus, dann setzt übermäßige Fettabsonderung ein. Das natürliche Gleichgewicht gerät aus den Fugen. Stumpfes Fell, Schuppenbildung und Haarausfall können die Folge sein. Gegen Baden in Teichen und Flüssen ist nichts einzuwenden, da seifenfreies Wasser dem Schutzmantel des Fells nichts anhaben kann.
 

Was tun bei Inkontinenz?

Unkontrollierter Harnabgang kann verschiedene Ursachen haben. Oftmals handelt es sich um ein altersbedingtes Leiden mit chronischem Verlauf.

Die Folge ist immer gleich: ein See auf dem Teppich. Inkontinenz kann durch eine Infektion ausgelöst werden, die vorübergehender Natur ist, vorausgesetzt sie wird entsprechend behandelt. Daher ist der Besuch eines Tierarztes unabdingbar, sobald erste Anzeichen auftreten. Entzündliche Prozesse der Harnwege können zudem schmerzhaft verlaufen und müssen umgehend behandelt werden.

Inkontinenz bei jungen Hunden: Welpen setzen vor Freude oder als Demutsgeste häufig ein paar Tropfen Harn ab. Dieses Verhalten kann sich sowohl Artgenossen als auch Menschen gegenüber zeigen. Manche Tiere behalten diese Zeichen von Unterwürfigkeit bis ins Erwachsenenalter bei.

Altersbedingte Inkontinenz: Ähnlich wie beim Menschen ist der Alterungsprozess bei Vierbeinern mit einem Abbau von Muskelmasse verbunden. Das gilt auch für die Schließmuskeln. Hinzu kommt eine Gewebeschwäche, von der auch Blase und Harnröhre betroffen sind. Diese altersbedingten Veränderungen können dazu führen, dass der Harn nicht mehr zuverlässig gehalten werden kann.

Krankheitsbedingte Inkontinenz: Es gibt eine ganze Reihe von Krankheiten, die zu Inkontinenz führen können.

Blasen und Harnwegsinfektionen:
Entzündungen, die sehr schmerzhaft verlaufen können. Um den Schmerzreiz zu mildern, setzt der erkrankte Hund ständig ein wenig Harn ab.

Harnsteine:
Ablagerungen, die den Abfluss des Harns blockieren und zu einer Überfüllung der Harnblase führen.

Tumoren in der Harnblase:
Dadurch bedingte Harnabsatzprobleme können zu einer überfüllten Harnblase mit unkontrolliertem Harnabgang führen.

Kastrationsbedingte Inkontinenz:
Häufig auftretende unerwünschte Nebenwirkung direkt nach der Operation, aber auch Jahre nach dem Eingriff.
 

Was dem Hund helfen kann

Hunde, die im Alter inkontinent werden, bedürfen besonderer Aufmerksamkeit, Pflege und möglichst kurzer Phasen des Alleinseins. Die Tiere leiden auch mental unter der Schwäche, denn sie verschmutzen ihre häusliche Umgebung nur höchst ungern und sind sich ihres Unvermögens wohl bewusst.

Eine weitere Ursache kann in einer zusätzlich bestehenden Altersdemenz liegen. Der Hund vergisst dann einfach, dass er sich draußen hätte entleeren sollen. Eine gute Hilfe sind häufige kurze Gassirunden. Der Zeitraum zwischen dem letzten Ausgang am Abend und der ersten Runde am Morgen sollte möglichst kurz gehalten werden.

Liege- und Ruheplätze können mit pflegeleichten, wasserfesten Textilien (Inkontinenzdecken) abgedeckt werden. In schweren Fällen helfen Hundewindeln. Sie werden dem Hund über Nacht, eventuell auch am Tag, angelegt. Im Fachhandel gibt es Einmalwindeln, waschbare Ausführungen und Hundeschutzhöschen mit Wechseleinlagen.
 

Präventive Strategien

Fitte Hunde bleiben länger gesund. Das gilt für den Allgemeinzustand ebenso wie für altersbedingte Leiden wie Inkontinenz. Deshalb sind regelmäßige Bewegung, gesunde Ernährung und das Vermeiden von Übergewicht so wichtig. Letzteres stellt im Alter eine zunehmende Herausforderung dar. Alte Hunde verlieren nämlich an Muskelmasse und setzen leicht Fettpölsterchen an, genau wie wir Menschen. Motivieren Sie Ihren Hund daher ganz bewusst zu mehr Bewegung und belohnen Sie ihn mit Schmuse- und Spieleinheiten statt mit Leckerlis.

Hunde sollten nicht über längere Zeit allein gelassen werden. Dies ist auch aus gesundheitlichen Gründen von Bedeutung, denn Hunde, die über Jahre hinweg stundenlang allein in der Wohnung zubringen müssen, können eine chronisch überdehnte Blase entwickeln, die im Alter zu Schäden der Harnblasenmuskulatur und damit zu verfrühter Inkontinenz führen kann.
 

Wie beseitigt man die "Tretminen"?

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Tretminen sind der Zündstoff zwischen Hundehaltern und Menschen ohne Fellbegleiter. Umso wichtiger, dass Herrchen auch auf der Straße für Sauberkeit sorgt.

Es ist, wie es ist: Lediglich ein Bruchteil aller Hundehalter fühlt sich nach wie vor für die Verdauungsrückstände seines Zöglings verantwortlich und handelt entsprechend. Die meisten scheinen zu verdrängen, was am Ende herauskommt - ein Missstand, den es schnellstmöglich zu beseitigen gilt. Wir appellieren an das Verantwortungsgefühl und den Gemeinschaftssinn aller Hundehalter. Hundehaufen gehören nun mal nicht auf Gehwege und in Grünanlagen.
 

Rechtslage zum Haufen

Wer die Hinterlassenschaften seines Hundes nicht beseitigt, macht sich nicht nur moralisch schuldig, er begeht auch eine Ordnungswidrigkeit, die mit einer mündlichen Verwarnung, einem Verwarngeld oder einem Bußgeldverfahren geahndet werden kann. Zwar liegen die Verwarngelder am unteren Ende der Strafgeldskala - Bußgeldverfahren werden meist erst im Wiederholungsfall eingeleitet -, sie können jedoch hoch ausfallen, denn egal ob sich der Vorfall in Stadt, Wald oder Flur ereignet, Verunreinigungen müssen überall beseitigt werden, so das Gesetz.
 

Wie man Sünder findet

Zurzeit beschränken die Ordnungshüter ihre Kontrollgänge auf den städtischen Bereich, wo Städte und Kommunen ihre Verwarn- und Bußgelder in Eigenregie festlegen können. Entsprechend unterschiedlich fällt die Höhe der Strafen für nicht beseitigte Hinterlassenschaften aus. Nach Hundekotsündern wird auf teilweise ungewöhnliche Weise gesucht:

Der Hunde-Gentest: Der CDU-Landtagsabgeordnete Peter Stein aus Mecklenburg-Vorpommern hat unlängst Gentests für Hunde gefordert. Die DNA soll in einer Datenbank gespeichert werden. Anschließend könnten die Halter der Verschmutzer über eine Kotuntersuchung ermittelt werden. Allein die Installation so einer Datenbank würde pro Hund etwa 200 Euro kosten. Hinzu kämen etwa 75 Euro für den Gentest.

All das, inklusive des dann fälligen Bußgelds, müssten die Halter tragen.

Ohne Kotbeutel erwischt: In Dresden werden Hundehalter bereits zu 20 Euro Bußgeld verdonnert, wenn sie in der Öffentlichkeit keine Kotbehältnisse mit sich führen. Denn wer den Ordnungshütern kein Tütchen vorzeigen kann, gilt als potenzieller Gehwegverschmutzer. Ausreden wie "Mein Hund hat sich schon im heimischen Garten entleert" werden nicht akzeptiert.
 

Wohin mit dem Mist?

Haufen werden zusammen mit dem Straßenkehricht und dem Hausmüll der sogenannten mechanisch-biologischen Entsorgung zugeführt. Nach grober Vorsichtung, Zerkleinerung und Siebung werden die organischen Bestandteile des Mülls mithilfe von Mikroorganismen weiterbehandelt, wodurch eine deutliche Reduktion der organischen Substanz erreicht wird.

Es findet jedoch keine spezielle Sonderbehandlung von Hundekot wie Kompostierung oder ähnliches statt.
 

Und wie tütet man möglichst geschickt ein?

Nichts ist für den Hundehalter unangenehmer, als wenn beim Aufsammeln des Hundeunrats Breiiges entweicht, oder der Kötel nicht will, wohin er soll.

Im Handel gibt es mittlerweile eine Vielzahl raffinierter Produkte die Gassigehern beim Einsammeln helfen:

Kotbeutel aus Kunststoff: Die schwarzen Kunststoffbeutel sind leicht zu bedienen, tragen auch in einer knappen Hosentasche nicht auf und sind günstig in der Anschaffung. Handhabung: Mit der Hand in die Tüte und so geschützt zugreifen, befüllte Tüte umstülpen und verknoten, anschließend im Restmüll entsorgen. Teuer? In einigen Städten werden die Tüten mittels Aufsteller umsonst abgegeben. In den Filialen der Hamburger Dogeriemarktkette Budnikowsky ebenfalls. Andernorts kosten 100 Tüten etwa 3 Euro.

Komfort-Gassibeutel: Kotbeutel mit Papierstreifen zur direkten Säuberung des Hundeafters und zum Aufnehmen des Häufchens. Kleine, wiederverschließbare Packung, ideal für unterwegs, von Swirl, 12 Stück um 1,50 Euro.

Kottüte aus Altpapier: Umweltfreundlich, da das Material zu hundert Prozent biologisch abbaubar ist, jedoch etwas weniger griffig als Folie. 10 Stück um 3 Euro, www.kotbeutel.com

BioBag Kotbeutel im Beutelspender: Die voll kompostierbaren Kotbeutel von der Rolle enthalten kein Polyethylen und zerfallen daher innerhalb von vierzig Tagen. Praktisch: Die Unterbringung im wasserfesten Anhängerbeutel, der mittels Karabiner an Jacke oder Gürtel befestigt werden kann. Beutelspender mit 20 Tüten, um 5 Euro.

Zangensystem aus Kunststoff: Wie ein Kescher erleichtert es Aufnahme und Entsorgen von Hundekot. Einfach Beutel in die Vorrichtung einspannen und Kot aufnehmen. Swirl "Clean Hand", um 9 Euro inklusive 12 Beutel, 3 mal 12 Nachfüllbeutel, um 3 Euro.

Hundefutter mit Kulturbeutel: Das Unternehmen Bubeck fügt seinem Hundefutter Kotbeutel bei und möchte es Hundehaltern leicht machen, Verantwortung für die Hinterlassenschaften ihrer Tiere zu übernehmen. Infos unter: www.bubeck-petfood.de

Einmalhandschuhe: Wer beim Kotaufsammeln auf Nummer sicher gehen will, greift zu Einmalhandschuhen aus Latex. So lässt sich die Hand im Beutel besser schützen und selbst dünneres Material filigraner aufnehmen. Im Drogeriemarkt, 100 Stück um 5 Euro.
 

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Letzte Änderung am 13.10.2019